Gregor Baumann konnte an seinem dritten Weltcup-Wochenende als Bob-Pilot kein Top-Ten-Resultat abliefern. In Calgary wurde er mit dem Vierer Elfter, tags zuvor hatte er mit dem kleinen Schlitten den 12. Rang belegt. Beide Male liess er vier Teams hinter sich.

Baumann erlebte auf der Olympia-Bahn von 1988 eine Feuertaufe. Nie zuvor war der Toggenburger im Weltcup als Steuermann zu einem Vierer-Rennen angetreten. Unterstützt wurde er von seinen Anschiebern Noah Chiozza, Thomas Küttner und Patrick Blöchliger. Armin Batali musste Forfait erklären, weil er immer noch unter den Folgen eines in Whistler erlittenen Trainingssturzes litt. Chiozza gab sein Weltcup-Debüt.

Für das unerfahrene Quartett verlief nicht alles auf Anhieb wunschgemäss. Es bekundete im ersten Durchgang am Start gewisse Abstimmungsprobleme. Die Folge war eine schwache Zeit in der Anlaufspur, die sich bis ins Ziel negativ auswirkte. Im Final-Durchgang gelang der Crew eine klare Steigerung, dank der sie sich noch um einen Platz verbessern konnte. Der Schweizer Sportchef und Nationaltrainer Sepp Plozza meinte, dass sich Baumann mit seiner Fahrleistung im zweiten Lauf auf Augenhöhe mit den Besten befunden habe. Auf den amerikanischen Olympiasieger Steven Holcomb büsste er in der Reprise lediglich vier Hundertstelsekunden ein.

Calgary war insbesondere für die Deutschen ein gutes Pflaster. Die Athleten des BSD überliessen in den drei Wettkämpfen nur gerade zwei Podestplätze der Konkurrenz. Im Zweier der Männer triumphierte Karl Angerer, im Vierer Manuel Machata - für die beiden Bayern war es in der jeweiligen Disziplin der erste Weltcup-Sieg. Bei den grossen Schlitten resultierte für die Deutschen gar ein Dreifach-Erfolg. Machata, der erst seit dieser Saison regelmässig auf höchster Stufe mitmischt, ist aktuell der Überflieger der Szene.

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