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Deutsche Sportler holten in London 44 Medaillen © getty

Die Deutsche Sporthilfe sucht den Sportler des Monats August. Zur Wahl stehen dieses Mal neun olympische Medaillengewinner.

Frankfurt am Main/München - Die Olympischen Spiele von London sind Vergangenheit.

44 Medaillen haben die deutschen Sportler geholt und neun mit Edelmetall dekorierte Sportler, Sportlerinnen und Mannschaften stehen bei der Wahl der Deutschen Sporthilfe zum "Sportler des Monats" Juli zur Nominierung.

SPORT1 stellt die Nominierten für den August vor (in alphabetischer Reihenfolge):

Sebastian Brendel (Kanurennsport)

Bereits nach 200 Metern wusste Sebastian Brendel, "dass es heute was wird". Und er sollte Recht behalten. Der 24-jährige ließ auf dem Dorney Lake in Eton im Einer-Canadier über 1000 Meter die gesamte Konkurrenz hinter sich und sicherte sich die olympische Goldmedaille.

Der Potsdamer errang damit den ersten deutschen Olympiasieg im Einer-Canadier seit dem Triumph von Andreas Dittmer in Sydney 2000.

Julius Brink und Jonas Reckermann (Beachvolleyball)

Nach sechs Siegen in sechs Spielen waren Julius Brink und Jonas Reckermann ins Finale des olympischen Beachvolleyballturniers an der Londoner Horse Guard?s Parade eingezogen. Seine weiße Weste sollte das Kölner Duo auch im alles entscheidenden Match gegen die brasilianischen Weltmeister Alison Cerutti und Emanuel Rego nicht verlieren.

In einem packenden Spiel setzten sich Brink/Reckermann 2:1 (23:21, 16:21, 16:14) vor rund 15.000 Zuschauern gegen die Favoriten aus Südamerika durch und sorgten damit für das erste europäische Olympia-Gold im Beachvolleyball überhaupt.

Tina Dietze / Franziska Weber (Zweier-Kajak)

Tina Dietze und Franziska Weber präsentierten sich in London in Topform und sicherten sich Gold im Zweier-Kajak über 500 Meter. Einen Tag nach ihrer Silber-Fahrt im Vierer gemeinsam mit Carolin Leonhardt und Katrin Wagner-Augustin dominierten die beiden das Rennen von Anfang an und feierten einen souveränen Start-Ziel-Sieg.

Auf dem spiegelglatten Dorney Lake distanzierten sie die favorisierten Ungarinnen Katalin Kovacs/Natasa Douchev-Janics um mehr als eine Sekunde.

Robert Harting (Diskus)

In einem spannenden olympischen Diskus-Finale haderte Robert Harting zunächst mit den Gegebenheiten im Olympiastadion. Doch im fünften Durchgang behielt der Berliner schlussendlich die Nerven und übertraf mit 68,27 Metern die Führungsweite seines größten Konkurrenten Ehsan Hadadi aus dem ersten Durchgang gleich um neun Zentimeter.

Eine Leistung die niemand mehr toppen konnte und das erste Gold für einen deutschen Leichtathleten seit zwölf Jahren bedeutete.

Hockey-Nationalmannschaft der Herren

Mit 2:1 besiegten die deutschen Hockey-Herren im olympischen Finale die Niederlande und bescherten dem Deutschen Hockey-Bund (DHB) nach 1972, 1992 und 2008 das insgesamt vierte Olympia-Gold im Herrenbereich.

Vor 16.000 Zuschauern in der Londoner Riverbank Arena avancierte Jan Philipp Rabente mit zwei Treffern zum Matchwinner ? und die Party konnte beginnen.

Peter Kretschmer und Kurt Kuschela (Kanurennsport)

Gold gab es nach einer bärenstarken Leistung auch für Peter Kretschmer und Kurt Kuschela im Zweier-Canadier über 1000 Meter. Nachdem das Duo lange zurückgelegen hatte, mobilisierten sie auf den letzten 250 Metern noch einmal ihre Kraftreserven und flogen förmlich ins Ziel.

Am Ende siegten die beiden Potsdamer mit zweieinhalb Sekunden Vorsprung vor Weißrussland und Russland.

Ruder-Achter der Herren

Nach 35 Siegen in Folge zählte der Deutschland-Achter zum Top-Favoriten auf Olympia-Gold. Im Rennen aber überraschten die Briten das deutsche Boot mit einem starken Start, nach der 1.000-Meter-Marke überholten sie das Team um Steuermann Martin Sauer sogar kurzzeitig. Das ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und überquerte die Ziellinie mit einer knappen Sekunde Vorsprung vor Kanada und Großbritannien.

Es war das erste Gold für das deutsche Flaggschiff seit 1988.

Ruder-Doppelvierer der Herren

Karl Schulze und Lauritz Schoof fielen sich in die Arme; Philipp Wende und Tim Grohmann genossen einfach nur den Moment. Mit einer Länge Vorsprung hatte das Quartett die Ziellinie der Regattastrecke auf dem Dorney Lake in Eton überquert ? olympisches Gold für den deutschen Doppelvierer der Herren.

In einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg blieben Kroatien und Weltmeister Australien nur Silber und Bronze. Es war die gelungene Revanche für die Weltmeisterschaft 2011 bei der die vier Deutschen auf den letzten Metern die Goldmedaille unglücklich an Australien verloren hatten.

Kristina Vogel / Miriam Welte (Bahnrad-Teamsprint)

Es ist wohl das spannendste und kurioseste deutsche Gold bei Olympia. Im Bahnrad-Teamsprint profitierten Kristina Vogel und Miriam Welte gleich zweimal von den Disqualifikationen ihrer Rivalinnen und sicherten sich Gold. Nach einem Wechselfehler des Duos aus Großbritannien, zogen die beiden BDR-Athletinnen in den Endlauf ein.

Im Finale schienen die Chinesinnen schon als die Sieger. Doch auch hier entschied sich das Rennen vor den Bildschirmen der Kampfrichter. Ein Patzer der Chinesinnen beim Führungswechsel führte zur Disqualifikation - Gold und riesige Freude für Vogel und Welte.

Kooperation zwischen SPORT1 und der Deutschen Sporthilfe

Die SPORT1 GmbH ist Kooperationspartner der Deutschen Sporthilfe bei der Wahl zum "Sportler des Monats".

Auf www.sport1.de/sportler-des-monats informiert SPORT1 exklusiv über die Nominierung der drei erfolgreichsten Sportler eines Monats und stellt den jeweiligen Wahl-Sieger vor.

Der "Sportler des Monats" wird per Umfrage unter den 3.800 Sporthilfe-geförderten Athleten ermittelt.

Vorschlagsberechtigt sind die Deutsche Sporthilfe, der Beirat der Aktiven im DOSB und SPORT1.

Langfristig sollen auch die User des Online-Sportportals in den Wahlprozess eingebunden werden.

Abstimmung bereits seit 2003

Deutsche Weltklasse-Athleten stehen mit ihren herausragenden Erfolgen im Fokus der Öffentlichkeit. Solche Spitzenleistungen werden auch durch die Förderung der Deutschen Sporthilfe möglich. Die Deutsche Sporthilfe führt die Wahl zum "Sportler des Monats" bereits seit 2003 zusammen mit dem Beirat der Aktiven im DOSB durch.

"Die Wahl zum Sportler des Monats ist in dieser Form einzigartig. Keiner kann die Leistungen der nominierten Sportler besser einschätzen, als die Athleten selbst, die den täglichen Trainingsalltag aus eigener Erfahrung kennen und wissen, wie hart für diese sportlichen Erfolge gearbeitet werden muss", erklärt der Vorstandvorsitzende der Stiftung Deutsche Sporthilfe, Dr. Michael Ilgner, die Besonderheit dieser Sporthilfe-Wahl.

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