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Andreas Becker liegt auf Rang 51 des ATP-Rankings © getty

In Gstaad schafft es Andreas Beck erstmals unter die besten Vier eines ATP-Turniers. Andrea Petkovic' Erfolgsserie geht weiter.

Gstaad/Istanbul - Davis-Cup-Spieler Andreas Beck hat zum ersten Mal in seiner Karriere das Halbfinale bei einem ATP-Turnier erreicht.

Der Stuttgarter gewann sein Viertelfinale in Gstaad gegen den Rumänen Victor Crivoi 6:4, 7:6 (7:5) und unterstrich damit seine gute Form der vergangenen Wochen.

Auch die Erfolgsserie von Andrea Petkovic hat Bestand: Fünf Tage nach ihrem ersten Turniersieg auf der Tour in Bad Gastein zog die Darmstädterin in Istanbul durch einen 6:3, 6:3-Erfolg über Olga Goworzowa (Weißrussland/Nr. 7) in die Vorschlussrunde ein.

Sie trifft nun auf Lucie Hradecka aus Tschechien (Kiefer und Petkovic im Viertelinale).

Beck freut sich "riesig"

Andreas Beck war nach 1:45 Stunden Kampf auf dem 1045 m hoch gelegenen Sandplatz sehr zufrieden: "Ich freue mich riesig über meinen ersten Halbfinaleinzug. Darauf habe ich lange Jahre hingearbeitet."

Im Halbfinale trifft Beck auf den Brasilianer Marcos Daniel, der sich in zwei Sätzen gegen den Franzosen Florent Serra durchsetzte. (DATENCENTER: Alle Tennis-Ergebnisse).

Gegen Crivoi lag Beck in beiden Sätzen mit Break zurück, ehe er sich wieder zurückkämpfte. Schon in den beiden Runden zuvor hatte er insgesamt 5:20 Stunden auf dem Platz gestanden. "Ich hatte sicher auch Glück hier", sagte Beck: "Und die Bedingungen in der Höhe sind schwierig."

Kiefer im Pech

Nicolas Kiefer hatte in seinem Viertelfinale in Gstaad Pech. Der 32-Jährige aus Hannover gewann den ersten Satz gegen Thomaz Bellucci aus Brasilien souverän 6:3.

Doch dann vertrat sich der Davis-Cup-Spieler beim Stand von 0:1 im zweiten Durchgang den rechten Fuß. Eine alte Bänderverletzung, die er im Januar erlitten hatte, brach wieder auf.

In der Behandlungspause wurde der Knöchel von "Kiwi" mit einem Tape versorgt und Kiefer spielte weiter. Doch da das Gelenk anschwoll, wurde der neue Verband zu eng und Kiefer benötigte eine zweite Behandlung.

Schiri ohne Herz

Als der Physiotherapeut das Tape entfernte, wies ihn der Oberschiedsrichter darauf hin, dass er erst im dritten Satz wieder eine Auszeit zur medizinischen Behandlung nehmen dürfe.

Kiefer hätte nur ohne Tape weiterspielen dürfen. "Ich spiele seit 14 Jahren mit Tape und kenne meinen Fuß", sagte Kiefer nach dem Match, "ohne hätte ich nicht spielen können."

Dass der Schiedsrichter keine Gnade zeigte und so die Beendigung des Matches auf dem Platz verhinderte, wurmte den Davis-Cup-Spieler: "Ich habe ihn gefragt, ob er kein Herz habe und gesagt, dass ich mit einem frischen Tape weiterspielen könnte. Es ist schließlich auch schade für die Zuschauer."

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