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Georg Freiherr von Waldenfels ist seit 1999 Präsident des deutschen Tennis-Bunds © imago

Der DTB-Präsidenten glaubt den Verband schon zum Jahresende schuldenfrei. Großen Widerspruch gibt's aber von einem Landeschef.

München - Ein Ende der wirtschaftlichen Misere im Deutschen Tennis Bund ist kurzfristig absehbar.

Das jedenfalls behauptet DTB-Präsident Georg von Waldenfels im Gespräch mit dem Magazin "SPONSORs": "Ich gehe davon aus: Ende 2009 ist der DTB schuldenfrei."

Der Jurist räumte Liquiditätsschwierigkeiten ein, die aber bereits überwunden seien.

Mit seinen Kritikern aus den Reihen einiger Landesverbände geht von Waldenfels in dem Gespräch hart ins Gericht: "Da wusste jeder zu jedem Zeitpunkt, was passiert, und war voll in die Entscheidungsprozesse mit einbezogen."

"Von Rebellion war keine Rede"

Bei der letzten Sitzung des Bundesausschusses am 4. Oktober in Hamburg will der DTB-Präsident "die Solidarität der großen Mehrheit des Landesverbände" gespürt haben.

"Von Rebellion, Rücktrittsforderung oder Misstrauen gegenüber dem Präsidium war bei den Landesverbandspräsidenten im Bundesausschuss keine Rede", sagte von Waldenfels, der einen Rücktritt von seinem Amt ausschließt.

Diesem Standpunkt widerspricht der stellvertretende Vorsitzende des württembergischen Verbandes und ehemalige Vizepräsident des DTB, Rolf Schmid, in einem Brief an den Verband energisch.

Präsidium kann Probleme nicht allein lösen

Aus seiner Sicht habe es bei der BA-Sitzung in Hamburg nicht den vom DTB propagierten Schulterschluss gegeben.

Vielmehr sehe er ein "hohes Anlehnungsbedürfnis des DTB-Präsidiums an Verbände des Bundesausschusses, die zur Einsicht gekommen waren, dass das derzeitige Präsidium die anstehenden Probleme nicht mehr alleine lösen kann und man ihm dies auch nicht mehr zutraut".

"Vertrauen kein Tatsachenbestand"

Natürlich, so Schmid weiter, sei das "Thema des fehlenden Vertrauens in das DTB-Präsidium" auf der BA-Sitzung in Hamburg keines mehr gewesen, weil man es ja bereits vorher abgearbeitet habe.

"Daraus den Schluss zu ziehen, dass jetzt wieder Vertrauen vorhanden wäre, ist höchstens journalistischer Freiheit zuzuschreiben, nicht aber dem Tatsachenbestand."

Wenn der DTB-Präsident optimistisch in die Zukunft schaue, sei dies sein gutes Recht. Schmid: "Ob dieser Optimismus von vielen geteilt wird, ist eine andere Frage."

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