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Andre Agassi gewann in seiner aktiven Karriere acht Grand-Slam-Titel © getty

Nach seinem Geständnis drohen dem ehemaligen Tennis-Star Andre Agassi rechtliche Schritte. "Lügen unter Eid" lautet der Vorwurf.

New York - Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA will mögliche Schritte gegen Ex-Tennis-Star Andre Agassi nach dessen Drogenbeichte im Zuge der Veröffentlichung seiner Biografie prüfen.

"Er hat etwas eingenommen, was 1997 auf der Liste der verbotenen Substanzen stand. Dagegen können wir nichts mehr tun, weil die Verjährungsfrist von acht Jahren abgelaufen ist", sagte WADA-Generaldirektor David Howman:

"Aber zwei Dinge müssen noch untersucht werden: Wenn er gelogen hat, und das hat er ja zugegeben, und wenn er unter Eid gelogen hat, erfordert das weitere Untersuchungen, um zu prüfen, ob ein Verfahren eingeleitet wird."

Sperre nur durch Lüge entgangen

Agassi hatte zugegeben, während seiner Laufbahn wiederholt zum Aufputschmittel Crystal Meth gegriffen zu haben und Sperre nach einem positiven Test nur mit einer Lüge entgangen zu sein.

Den Missbrauch gesteht Agassi in seiner am 9. November in den USA erscheinenden Autobiografie "Open".

Die Profivereinigung ATP hatte Agassi 1997 positiv getestet. 126156(DIASHOW: Die spektakulärsten Doping-Fälle)

Vergleich mit Marion Jones

"Ich dachte, mein Name, meine ganze Karriere, alles steht auf dem Spiel", schrieb Agassi in seinem Buch. Der Ehemann von Steffi Graf schickte daraufhin einen "von Lügen durchzogenen" Brief an die Funktionäre.

"Wir kennen alle den Fall Marion Jones. Sie hat vor Gericht gelogen, mit so etwas kann man nicht so einfach davonkommen", sagte Howman.

Jones saß wegen Meineids sechs Monate im Gefängnis. Sie hatte auf Fragen nach der Einnahme verbotener Substanzen vor Gericht gelogen.

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