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Tommy Haas schied 2009 in Melbourne in Runde 3 gegen Rafael Nadal aus © getty

In der Breite so gut aufgestellt wie lange nicht läuten Deutschlands Profis 2010 auf dem fünften Kontinent die neue Saison ein.

Frankfurt/Main - Die Flugtickets ans andere Ende der Welt sind längst gebucht, das Aufbautraining ist trotz der anstehenden Weihnachtsfeiertage in vollem Gange: In der Breite so gut aufgestellt wie lange nicht und mit Tommy Haas und Sabine Lisicki als großen Hoffnungsträgern läuten Deutschlands Tennis-Profis zu Jahresbeginn auf dem fünften Kontinent die neue Saison ein.

Die Australian Open in Melbourne stehen vom 18. bis 31. Januar als erstes Highlight auf dem Programm (DATENCENTER: Alle Turniere).

Viel Zeit für Schlemmereien an den Festtagen oder Silvesterpartys bleibt deshalb nicht.

Vor allen Dingen die diesjährigen Erfolge von Haas und Lisicki lassen die Teamchefs Patrik Kühnen und Barbara Rittner mit Blick auf 2010 positiv denken .

Haas strotzt vor Ehrgeiz

"Wenn Tommy fit ist, gehört er immer noch zu den besten Spielern der Welt. Natürlich muss vieles zusammenpassen, um sich den Traum vom Gewinn eines Grand-Slam-Turniers erfüllen zu können. Aber man muss Tommy diesbezüglich immer im Auge behalten", sagte Davis-Cup-Teamchef Kühnen über den Wimbledon-Halbfinalisten von 2009, der sich den Status als bester deutscher Tennisprofi im ablaufenden Jahr 2009 zurückerkämpft hat.

Dass Halle-Sieger Haas noch immer vor Ehrgeiz strotzt, beweist seine "Ansage" für das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres. "In Melbourne will ich topfit sein, denn so einen durchwachsenen Start wie im letzten Jahr will ich 2010 nicht hinlegen", sagt der 31-Jährige.

Hoffnung auf Davis-Cup-Einsatz

Kühnen hat auch die Hoffnung auf ein Davis-Cup-Comeback von Haas beim Erstrundenspiel vom 5. bis 7. März in Toulon gegen Frankreich noch nicht aufgegeben.

"Ich wünsche mir, dass Tommy gegen die Franzosen spielt. Er ist ein hervorragender Davis-Cup-Spieler", sagte Kühnen, der aber auch einen Verzicht des Wahl-Amerikaners respektieren würde: "Wir stehen jedenfalls in telefonischem Kontakt."

Lisicki fest eingeplant

Dagegen ist Aufsteigerin Sabine Lisicki im Fed Cup neben der ebenfalls gesetzten Anna-Lena Grönefeld für die nächste Aufgabe am 6./7. Februar in der Weltgruppe I in Tschechien fest eingeplant.

Rittner traut der Weltranglisten-23. Lisicki mittelfristig sogar den Sprung nach ganz vorne zu. "Sabine hat sich die Top Ten als Ziel gesetzt, und sie hat das Zeug dazu. Sie kann mit Druck umgehen und hat sich den Spaß am Tennis bewahrt.

Das ist ein Schlüssel zum Erfolg", sagte Teamchefin Rittner.

Höhenflug von Verletzungen gestoppt

Die Berlinerin Lisicki hatte im Frühjahr in Charleston ihren ersten Turniersieg gefeiert und in Wimbledon das Viertelfinale erreicht, ehe ihr Höhenflug von Verletzungen gestoppt wurde.

Ein Umstand, der Rittner mit Blick auf die Zukunft ein wenig Sorge bereitet. "Ich hoffe, dass sie mit einer guten Fitness in die neue Saison geht. Das ist der Grundstein, um Verletzungen zu vermeiden", sagte Rittner, die selbst gerade einen Achillessehnenanriss auskuriert.

Zweimal in der Weltgruppe dabei

Beim gemeinsamen Flug nach Australien am 15. Januar können Kühnen und Rittner auf das aus ihrer Sicht "erfolgreiche Jahr 2009" jedenfalls mit einem Gläschen Sekt anstoßen. Ihre Teams starten 2010 in den Weltgruppen der jeweils besten Mannschaften.

Mit derzeit elf deutschen Männern und sechs Frauen in den Top 100 ist die Breite gegenüber den Vorjahren deutlich größer geworden.

Statistik macht Mut

Bei den Männern hat es in den letzten 15 Jahren nie mehr als zehn Deutsche unter den besten Hundert gegeben.

Die Statistik macht Mut - wenngleich die ganz großen Turniererfolge in diesem Jahr ausgeblieben sind.

Immerhin trugen sich neben Haas und Lisicki noch Andrea Petkovic in Bad Gastein sowie Benjamin Becker in 's-Hertogenbosch in die Siegerlisten ein.

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