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Bei den US Open 2010 schied Julia Görges in Runde zwei aus © imago

Julia Görges müht sich im Finale von Luxemburg gegen Roberta Vinci vergebens. Federer ist in Stockholm für Mayer zu stark.

Stockholm/Luxemburg - Zwei Finals, kein Sieg: Für Julia Görges und Florian Mayer blieb der Traum vom Turniersieg am Sonntag unerfüllt.

Davis-Cup-Spieler Mayer ging im Endspiel von Stockholm gegen den Weltranglistenzweiten Roger Federer beim 3:6, 4:6 wie erwartet als Verlierer vom Platz, Fed-Cup-Spielerin Görges musste sich in Luxemburg der Italienerin Roberta Vinci mit 3:6 und 4:6 geschlagen geben.

Görges verpasste den zweiten WTA-Erfolg in ihrer noch jungen Karriere nach dem Triumph im Juli in Bad Gastein.

Die 27-Jährige Italienerin feierte dagegen ihren dritten Turniersieg nach Bogota (2007) und Barcelona (2009).

Überglücklich nach Final-Einzug

Görges war nach dem Halbfinal-Sieg gegen die Kielerin Angelique Kerber ins Endspiel eingezogen.

"Es ist atemberaubend, mein zweites Finale in so kurzer Zeit, ich bin überglücklich", ließ Görges nach ihrem Erfolg gegen Kerber via Twitter wissen. Es seien Momente wie diese, "für die man jahrelang kämpft".

Petkovic rückt näher

Es scheint nur noch eine Frage der Zeit, bis Görges den nächsten Gipfel erklimmt und zu Deutschlands Nummer eins aufsteigt.

Bis auf Platz 44 der Weltrangliste hat sich die deutsche Vizemeisterin von 2007 vorgearbeitet, am Montag wird sie einen weiteren Satz nach vorne machen.

Andrea Petkovic auf Rang 32 hat sie jedenfalls deutlich im Visier. Ihr großes Ziel für das Jahr 2010, das Erreichen der Top 50, hat "Jule" außerdem schon ganz locker erreicht.

Görges als Pierce-Double

Das weiß auch Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner.

"Wenn Jule spielt, was sie kann, ist noch viel mehr drin", sagt Rittner: "Sie haut unglaublich drauf. Wenn sie den Ball trifft, kann sie mit den ganz Großen mithalten."

In der Spielanlage erinnert ihr Schützling sehr an Mary Pierce. Von rechts und links drischt sie mit unglaublicher Wucht auf den Ball, Aufschlag und Vorhand sind bislang die stärksten Waffen in ihrem Spiel.

"Sie ist eine sehr athletische Spielerin", sagt Rittner: "Sie muss einfach ihren Kopf zusammenhalten, dann geht da noch so einiges."

Mayer schlägt sich achtbar

Florian Mayer schlug sich bei seiner dritten Niederlage im dritten Finale aber durchaus achtbar.

Der 27-Jährige führte im ersten Satz bereits mit 4:3 und Break vor, anschließend musste er aber zweimal seinen Aufschlag und damit auch den Satz abgeben.

Nach 64 Minuten verwandelte der 16-malige Grand-Slam-Sieger Federer seinen zweiten Matchball und brachte damit den 64. Turniersieg seiner Karriere unter Dach und Fach.

Federer zieht mit Sampras gleich

Damit zog Federer mit dem in der "ewigen" Rangliste viertplatzierten US-Amerikaner Pete Sampras gleich, den er bereits als Grand-Slam-Rekordsieger abgelöst hatte.

Mehr Turniersiege als Federer und Sampras haben nur Jimmy Connors (109), Ivan Lendl (94) und John McEnroe (77) auf dem Konto. 2005 und 2006 hatte Florian Mayer jeweils im polnischen Sopot die Endspiele erreicht und verloren.

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