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Rafael Nadal wurde nach Wimbledon von Novak Djokovic als Nummer eins abgelöst © getty

Nadal streicht in Montreal erstmals seit 2008 bereits beim Auftakt die Segel. Auch die Weltranglistenerste schwächelt.

Montreal - Auf dem Weg nach New York haben einige Tennisgrößen bei ihrem Zwischenstopp in Kanada böse Überraschungen erlebt.

Allen voran die Weltranglistenerste Caroline Wozniacki und Rafael Nadal präsentierten sich gut zwei Wochen vor Beginn der US Open in Flushing Meadows (29. August bis 11. September) außer Form.

French-Open-Sieger Nadal kassierte beim 6:1, 6:7 (5:7), 6:7 (5: 7) gegen den Kroaten Ivan Dodig in Montreal (täglich ab 18 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) die erste Auftaktpleite bei einem Turnier seit 5. Mai 2008.

Branchenführerin Wozniacki war das prominenteste Opfer des munteren Favoritensterbens in Toronto.

Clijsters muss aufgeben

Die Dänin unterlag Roberta Vinci (Italien), Nummer 22 der Weltrangliste, mit 4:6, 5:7. Insgesamt sieben der 16 gesetzten Spielerinnen mussten bereits nach ihrem ersten Match die Koffer packen. Das einzig konstante im Frauen-Circuit scheint derzeit die Inkonstanz der Topspielerinnen zu sein.

Am Tag vor dem Wozniacki-K.o. hatte US-Open-Gewinnerin Kim Clijsters ihre erste Partie beim Rogers Cup wegen einer Bauchmuskelverletzung aufgeben müssen. Der Start der Belgierin beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres ist stark gefährdet.

Warnschuss für Nadal

Einem Warnschuss gleich kam auch das überraschende Aus von Nadal nach fünfwöchiger Turnierpause.

Der Spanier führte im dritten Durchgang bereits mit 3:0 sowie 5:3, konnte das Match gegen den Ranglisten-41. Dodig aber nicht zumachen. "In den entscheidenden Momenten habe ich nicht gut gespielt. Ivan dagegen hat den Druck in den wichtigen Phasen wohl nicht gespürt", meinte der an Nummer zwei gesetzte Nadal, der in New York 2010 den Titel gewann.

Der Linkshänder hatte die Führung in der Weltrangliste Anfang Juli an Novak Djokovic verloren. Der Serbe gab sich in seinem ersten Turnierstart als Nummer eins keine Blöße und feierte beim 7: 5, 6:1 gegen Nikolai Dawidenko (Russland) seinen 49. Sieg im 50. Match im Jahr 2011.

Wozniacki vom Winde verweht

Die 21-jährige Wozniacki fühlte sich nach ihrer Niederlage wie vom Winde verweht.

"Der Sturm hat mir große Probleme bereitet. Auf der einen Seite kam er von hinten und du musstest aufpassen, dass du die Bälle nicht zu lange spielst. Auf der anderen Seite hattest du Gegenwind", sagte die Dänin, die sich wegen des fehlenden Grand-Slam-Titels auch in Toronto immer wieder rechtfertigen muss: "Egal wie. Ich habe es verdient, die Nummer eins zu sein." Punkt.

Allerdings hat man selten eine Weltranglistenerste so hilflos agieren sehen.

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Im Gegensatz zu Wozniacki konnte sich Vinci vor ihrem ersten Sieg gegen eine Top-5-Spielerin überhaupt auf die widrigen Bedingungen einstellen. "Das war der schönste Tag in meinem Leben", erklärte die 28-jährige Italienerin.

Serena mal wieder Favoritin

Die ehmalige Branchenführerin Serena Williams setzte dagegen ihre beeindruckende Comeback-Tour nach knapp einjähriger Verletzungspause fort.

Die US-Amerikanerin bezwang in Toronto Fed-Cup-Spielerin Julia Görges (Bad Oldesloe) mit 6:1, 7:6 (9:7) und ist schon wieder eine der Topfavoritinnen auf den Coup im Big Apple. Die Jüngere der Williams-Schwestern genießt mit Blick auf das Heimspiel in New York ihren derzeitigen Status als Herausforderin.

"Ich bin nach meiner Rückkehr ruhiger geworden. Ich habe nichts zu verlieren und verspüre kaum Druck. Und das fühlt sich gut an", sagte die 13-malige Grand-Slam-Siegerin Serena Williams, die Anfang August das Tournament in Stanford/Kalifornien gewonnen hatte.

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