In seiner Sport1.de-Kolumne erzählt Jaan Frederik Brunken vom Turniergeschehen in Neukaledonien und den Rückreisestrapazen.

Liebe Tennis-Freunde,

Die Vorbereitung in Thailand verlief sehr gut und von dort ging die Reise weiter nach Noumea. Ihr fragt euch sicherlich alle, wo Noumea liegt?! Ich habe auch vorher nie etwas davon gehört. Noumea ist die Hauptstadt von Neukaledonien, das ist eine Inselgruppe, liegt östlich von Australien, gehört aber zu Frankreich.

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Schwüle und Höllenhitze

Dort war es auf jeden Fall genauso heiß wie in Thailand, nur dass es noch viel schwüler war. Die paar Tage bis zum Turnier habe ich trainiert und mich darüber aufgeregt, dass die Spielfilme im TV alle auf Französisch waren.

In der ersten Runde des Challenger-Turniers von Noumea musste ich gegen einen Rumänen spielen. Ionita hieß er und war an Nummer 5 gesetzt. Auf der Weltrangliste steht er auf Position 275. Soviel zu den Daten.

Wir waren als 5. Match angesetzt und ich habe mich schon gefreut, dass ich nicht in der Mittagshitze spielen muss...aber falsch gedacht, die Matches vor mir gingen so schnell, dass ich um 14 Uhr in der Höllenhitze auf dem Platz stand.

Das Match verlief sehr gut und ich habe ziemlich gut gespielt, was mein Gegner glaube ich nicht erwartet hätte, da er mich nicht kannte. Ich gewann 6:4 6:4, doch das Match war enger als das Resultat es vermuten lässt und hat mich sehr viel Kraft gekostet.

Keine Chance gegen "Kohle"

Mein nächstes Match musste ich dann gegen Michael Kohlmann spielen, den ehemaligen Davis-Cup-Doppelspieler.

Ich weiß auch nicht was da los war, ich konnte mich nicht mehr bewegen, ganz ehrlich hätte ich mich selber spielen sehen, dann hätte ich glaube ich nur mit dem Kopf geschüttelt.

Aber solche Tage gibt es und man lernt daraus und weiß wie man durch bessere Vorbereitung so etwas vermeiden kann...ach ja: ich hab verloren....

Kälteschock in Hannover

Ich hab dann auch sofort versucht zurück nach Deutschland zu fliegen. Und einen Tag später hatte ich dann auch das Ticket für die Höllentour.

Morgens um 8 Uhr ging es mit dem Shuttle vom Hotel zum Flughafen und nach nur 37 Stunden war ich dann auch "schon" in Hannover und dann kam der Kälteschock. In Hannover waren -8 grad, dass waren fast 50 Grad Temperaturunterschied. Zu viel für mich.

Ägypten ruft

Am Flughafen hat mich mein Bruder abgeholt und ich bin mit ihm erstmal zum meinem Eltern nach Verden gefahren. Die nächsten Tage hab ich erstmal versucht mich wieder an die Zeit zu gewöhnen, was ziemlich schwer ist bei 10 Stunden Zeitunterschied.

Nach drei Tagen zu Hause bin ich dann auch wieder nach Hannover gefahren um das Training wieder aufzunehmen. An die Zeit hatte ich mich mittlerweile wieder gewöhnt, aber mir war trotzdem immer noch die ganze Zeit kalt.

Doch die Kälte ist nicht von langer Dauer: Nächste Woche fliege ich ins Land der Pyramiden. In Ägypten spiele ich drei Future-Turniere. Ich meld mich von dort.

Gruß Jaan

Jaan Frederik Brunken, 18, spielt im C-Kader des DTB und ist eines der hoffnungsvollsten Talente im deutschen Tennis. Er kommt aus Verden und gehörte zu den besten Juniorenspielern der Welt. Brunken trainierte zuletzt viel mit dem Profi Nicolas Kiefer und wird seit einigen Monaten auch von dessen Trainer Sascha Nensel betreut.

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