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Tommy Haas stand schon dreimal im Halbfinale in Melbourne © getty

Kurz vor den Australian Open füllt sich das Lazarett bei den deutschen Herren. Trotz Schmerzen hofft Haas auf seinen Start.

München - Doppelter Bänderriss bei Nicolas Kiefer, Handgelenk-Entzündung bei Rainer Schüttler, Trainingsrückstand bei Tommy Haas:

Die deutschen Hoffnungen bei den Australian Open in Melbourne werden eine Woche vor dem Start des ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres von Tag zu Tag geringer.

Während Tommy Haas und Rainer Schüttler zumindest ihren Teilnahmen am ersten Grand-Slam-Turnier der Saison halbwegs zuversichtlich entgegensehen, scheinen für Nicolas Kiefer die Aussischten auf den Melbourne-Start minimal zu sein.

Den Traum wahrmachen

Nach viermonatiger Verletzungspause plant Haas in Australien unbedingt sein Comeback.

"Ich will meinen kleinen Traum vom Start bei den Australian Open wahrmachen", teilte der Hamburger auf seiner Homepage vor dem Abflug am Wochenende nach Melbourne mit. Einen ersten Rückschlag musste er aber bereits wieder verkraften.

Kein Match seit Ende August

Da die Ellbogenentzündung ihm immer noch zu schaffen macht, musste er eine Wildcard für das Doha-Turnier der vergangenen Woche ablehnen.

Auch in Melbourne wird er aller Voraussicht nach noch auf Schmerzmittel zurückgreifen müssen. Sein bislang letztes Spiel hatte Haas Ende August in der zweiten Runde der US Open bestritten.

Entzündetes Handgelenk bei Schüttler

Für Schüttler endete der zunächst vielversprechende Start ins Tennisjahr 2009 wenige Stunden vor seinem Halbfinale gegen den indischen Wildcard-Spieler Somdev Devvarman beim ATP-Turnier in Chennai wegen eines vermutlich entzündeten linken Handgelenks.

Der Korbacher musste passen und konnte auch im Doppel-Halbfinale an der Seite des Darmstädters Björn Phau nicht antreten.

"Ich weiß nicht genau, was es ist, aber die Schmerzen sind so stark, dass ich keine Rückhand spielen kann", sagte der letztjährige Wimbledon-Halbfinalist, der in Melbourne 2003 zum bislang einzigen Mal das Finale eines Grand-Slam-Turniers erreicht hatte.

Kiefer erleidet Bänderriss

Zwei Tage vor Schüttler hatte es Kiefer erwischt.

Im entscheidenden Spiel um den Gruppensieg beim Hopman-Cup im westaustralischen Perth erlitt der 31-Jährige im Spiel gegen den Slowaken Dominik Hrbaty einen doppelten Bänderriss im rechten Knöchel. Zudem wurde eine Sehne des Sprunggelenks in Mitleidenschaft gezogen.

Seinen Start in Melbourne hat Kiefer aber noch nicht abgeschrieben: "Die Chance ist minimal, aber sie ist da. Ich werde alles tun, damit ich in Melbourne spielen kann, aber vor allem hoffe ich, dass ich um eine Operation herumkomme. Gottseidank ist nichts gebrochen."

Drei weitere Hoffnungen

Von Verletzungen verschont blieben drei weitere deutsche Melbourne-Hoffnungen, die in Doha aber vorzeitig scheiterten.

Allerdings blieben Philipp Kohlschreiber und Philipp Petzschner gegen namhafte Gegner auf der Strecke - Kohlschreiber im Viertelfinale gegen Roger Federer, Petzschner zuvor gegen den späteren Turniersieger Andy Murray. Schon in Runde eins war Denis Gremelmayr ausgeschieden.

Grönefeld mit Doppel-Sieg

Bei den deutschen Damen fiel die Bilanz positiver aus. Beim Hopman Cup hatte Sabine Lisicki vor dem Verletzungspech ihres Partners Kiefer nur eine Niederlage auf dem Konto, und in Brisbane begann für Anna-Lena Grönefeld im Doppel an der Seite von Vania King (USA) die Saison immerhin mit einem Turniersieg.

Im Einzel war die in Saarbrücken lebende Nordhornerin allerdings schon in der ersten Runde gescheitert.

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