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Schüttler drückte sich vor der Entscheidung, Kühnen (l.) als Teamchef zu bennen © getty

Rainer Schüttler spricht sich nicht für Patrik Kühnen als Teamchef beim World-Team-Cup aus. "Ein Zeichen", sagt der Turnierchef.

Düsseldorf - Dem deutschen Tennis droht neues Ungemach: Möglicherweise ohne Teamchef Patrik Kühnen wird die DTB-Mannschaft beim Arag World Team Cup in Düsseldorf (17. bis 23. Mai) antreten.

Rainer Schüttler hat sich als aktuelle Nummer eins des Teams, dem außer ihm noch Philipp Kohlschreiber, Nicolas Kiefer und Mischa Zverev angehören, bisher nicht auf den Kapitän festgelegt.

"Es wird sicher ein Zeichen sein, wenn sie den Davis-Cup-Kapitän nicht wieder nehmen", schwant Turnierdirektor Dietloff von Arnim Böses. Er glaube aber nicht, "dass die deutschen Spieler eine Krach-Stimmung haben".

Wer hat das Sagen?

Deutschland ist unter Umständen nicht auf die Wildcard des Veranstalters angewiesen. Erst nach dem derzeit laufenden Turnier in Miami entscheidet sich, welche der qualifizierten Teams im Rochusclub antreten und wer verzichtet.

Sollte Deutschland in die Liste der direkt qualifizierten Mannschaften aufrücken, wäre Philipp Kohlschreiber anstelle von Schüttler die Nummer eins und Titelverteidiger Schweden erster Anwärter auf die Wildcard. (DATENCENTER: Ergebnisse - Davis-Cup)

Auch wenn Deutschland nur dank der Wildcard dabei wäre, ist die Nummer eins unklar: Zum Zeitpunkt der Wildcard-Vergabe war Schüttler zwar bestplatzierter Deutscher in der Weltrangliste, am Qualifikationsstichtag (30. November) war dies jedoch Philipp Kohlschreiber.

"Diesen Fall hatten wir noch nicht. Derzeit prüft der Weltverband ATP, wer den Coach bestimmen darf", erklärte von Arnim.

Vier der acht Teams stehen fest

Insgesamt blicken die Veranstalter der 32. Mannschafts-WM voller Optimismus entgegen.

"Alle Sponsoren sind uns treu geblieben, der Kartenverkauf läuft besser als im Vorjahr und die nationalen Fernsehübertragungszeiten sind mit zusammen 38 Stunden dank "WDR" und "DSF" auch noch ein wenig höher als 2008", sagte Turnidirektor Dietloff von Arnim am Donnerstag in Düsseldorf.

Sportlich gesehen stehen vier der acht Teams fest: Frankreich mit den Top-10-Spielern Jo-Wilfried Tsonga und Gilles Simon, Argentinien mit Masters-Cup-Teilnehmer Juan Martin del Potro und Juan Monaco, Russland mit Dmitri Tursunow und Igor Andrejew (beide in den Top 30 der Weltrangliste) sowie Deutschland. (DATENCENTER: World-Group 2009 - Teams)

Die restlichen vier Mannschaften werden Anfang nächster Woche benannt.

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