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Roger Federer gewann bislang 57 ATP-Turniere im Einzel © getty

Roger Federer unterliegt im Halbfinale des ATP-Turniers von Miami Novak Djokovic. Seine Wut lässt der Schweizer am Schläger aus.

Miami - Roger Federer schmiss den Schläger und haderte mit sich selbst.

Einen Tag nach dem Viertelfinal-K.o. von Spaniens Wimbledonsieger Rafael Nadal verabschiedete sich auch der Weltranglistenzweite aus der Schweiz beim ATP-Turnier in Miami in der Vorschlussrunde vorzeitig.

Federer unterlag dem an Nummer drei gesetzten Serben Novak Djokovic 6:3, 2:6, 3:6. (DATENCENTER: Alle ATP-Ergebnisse aus Miami)

Djokovics Finalgegner ist der Schotte Andy Murray, der Nadal-Bezwinger Juan Martin del Potro (Argentinien) 6:1, 5:7, 6:2 schlug.

"Noch schlechter als schlecht"

Für die Niederlage fand Federer kaum eine Erklärung, haderte allerdings mit sich selbst: "Djokovic hat im ersten Satz dermaßen schlecht gespielt. Ich staune, dass ich es fertiggebracht habe, noch schlechter zu spielen", sagte Federer, der schon nach 20 Minuten 5:1 führte.

Bei starkem Wind verlor der Eidgenosse, der damit in diesem Jahr weiter auf seinen ersten Turniersieg auf der Tennistour warten muss, aber völlig den Faden und brachte im zweiten Satz dreimal seinen Aufschlag nicht durch.

"Hasse es, zu verlieren"

Nach 0:2-Rückstand im dritten Durchgang zertrümmerte er völlig entnervt sein Racket. "Das war ja nicht das erste Mal. Ich hasse es, zu verlieren", erklärte "Gentleman" Federer den Ausrutscher.

Federer, auch durch eine Erkrankung am Pfeiffer'schen Drüsenfieber vor 15 Monaten aus dem Rhythmus gebracht, ist nun heilfroh ("Gott sei Dank"), das die Hartplatz-Frühjahrssaison vorbei ist. Jetzt will er sich auf die French Open konzentrieren.

Aus für Schnyder/Grönefeld

Die deutsche Fed-Cup-Spielerin Anna-Lena Grönefeld verpasste beim Frauen-Turnier an gleicher Stelle unterdessen an der Seite der Schweizerin Patty Schnyder den Einzug ins Doppelfinale.

Wildcard-Duo zu stark

Im Halbfinale verlor das Duo 6:7 (6:8), 3:6 gegen Swetlana Kusnezowa/Amelie Mauresmo (Russland/Frankreich), die mit einer Wildcard ins Hauptfeld gekommen waren.

Kusnezowa/Mauresmo treffen im Endspiel auf Kveta Peschke/Lisa Raymond (Tschechien/USA).

Grönefeld war mit einem Doppel-Triumph in die Saison gestartet. Anfang Januar gewann die in Saarbrücken lebende Niedersächsin mit Vania King (USA) das Brisbane-Turnier.

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