Philipp Petzschner hat seine Unterschrift unter den NADA-Code der Nationalen Anti-Doping-Agentur verweigert.

Das bestätigte der Deutsche Tennis Bund (DTB) am Rande der Davis-Cup-Begegnung in Toulon gegen Frankreich. Mit der Unterschrift unter den NADA-Code verpflichten sich deutsche Kaderathleten in Sportverbänden des Deutschen Olympischen Sport-Bundes, regelmäßig ihren Aufenthaltsort für eventuelle Dopingkontrollen anzugeben.

Petzschner steht wegen der verweigerten Unterschrift nicht mehr im A-Kader des DTB und darf für Einsätze in einem Nationalteam nicht berücksichtigt werden. Der Bayreuther ist deshalb mit seiner Absage für das deutsche Davis-Cup-Team einer Nichtberücksichtigung zuvorgekommen.

Die Tennis-Profivereinigung ATP erlaubt ihren Spielern die Teilnahme an Turnieren auch ohne die Unterzeichnung einer entsprechenden Meldeverpflichtung. Sie führt angemeldete Kontrollen bei den Turnieren durch. Nur die Top 50 der Weltrangliste sind verpflichtet, jederzeit ihren Aufenthaltsort anzugeben.

Gerüchten zufolge soll Petzschner im Vorjahr bereits zweimal vergessen haben, seinen Aufenthaltsort im NADA-System mitzuteilen. Eine öffentliche Verwarnung, wie bei anderen Spitzensportverbänden üblich, hatte der DTB jedoch nicht ausgesprochen.

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