Der frühere Wimbledonsieger Michael Stich hat Nicolas Kiefer nach dessen Absage beim Challenger-Turnier in Braunschweig als "in hohem Maße respektlos" kritisiert.

"Eine Wildcard ohne Begründung und ohne persönliche Kommunikation abzulehnen, halte ich für ganz schlechten Stil", sagte Stich, der in Braunschweig als Turnierdirektor im Einsatz ist:

"Nicolas Kiefer muss sich langsam mal fragen, warum er denkt, sich so etwas rausnehmen zu können - selbst aktuelle Top-10-Spieler würden sich nicht so verhalten."

Kiefer hatte seine Teilnahme in Braunschweig kurzfristig abgesagt und damit auf die Wildcard für das Hauptfeld verzichtet.

Kiefer sagte am Sonntag, dass Stich zwar eine Wildcard für ihn bereit gehalten habe und er auch darüber informiert gewesen sei.

Die Kritik Stichs wies er allerdings entschieden zurück: "Ich habe weder zu- noch abgesagt, weil ich zum damaligen Zeitpunkt überhaupt nicht wusste, ob Braunschweig in meinen Plan passt."

Dass Stich jetzt von respektlos spreche, sei hochgradig unfair. Kiefer: "Er hat mit meinem Namen wochenlang für sein Turnier geworben, ohne dass er meine Zusage hatte."

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