Ralf Weber, Turnierdirektor der Gerry Weber Open im ostwestfälischen Halle, befürwortet die anstehenden Veränderungen an der Spitze des Deutschen Tennis Bundes (DTB).

"Neuen Ideen sollte man immer aufgeschlossen gegenüberstehen. Es wäre allerdings schön, Konzepte zu sehen", so Weber.

Der bisherige DTB-Präsident Georg von Waldenfels gibt sein Amt im November auf. Nach "SID"-Informationen soll Karl-Georg Altenburg, Deutschland-Chef der US-Investmentbank J.P. Morgan, sein Nachfolger werden.

"Ich habe es erst am Freitag aus der Zeitung erfahren", sagte Weber: "Hätten wir davon eher gewusst, hätten wir Herrn Altenburg zu den Gerry Weber Open eingeladen."

Bereits 2008 hatte Weber "kompetente Profis" an der Spitze des größten Tennisverbandes der Welt gefordert. Er selbst "würde gerne an Gesprächen teilnehmen", damit das deutsche Tennis im TV wieder mehr Präsenz bekommt.

"Wir sind die Tennis-Hochburg in Deutschland, und ich fände es gut, wenn man sich austauschen würde", sagte Weber, der den Aufschwung im deutschen Damentennis auch für das eigene Turnier nutzen will.

"Wenn Julia Görges und Andrea Petkovic der Schritt in die Top 10 gelingt, werden wir sicherlich über ein WTA-Turnier in Halle nachdenken", sagte Weber. Zuvor gibt es beim 20-jährigen Jubiläum 2012 ein Einladungsturnier mit einem Achter-Feld.

"Das Fed-Cup-Team soll eingebunden werden, dazu noch vier ausländische Spielerinnen", kündigte Weber an. Platz eins der Anlage wird dafür auf 3000 Plätze erweitert. Zwei weitere Trainingsplätze sind ebenfalls geplant.

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