Nach Meinung von Ex-Profi Nicolas Kiefer haben die deutschen Tennisspielerinnen ihren männlichen Kollegen mittlerweile längst den Rang abgelaufen - und das in vielfacher Hinsicht.

"Uns fehlen die Typen, sie sind zu blass. Ich will niemanden persönlich angreifen, aber da gab es mal andere Zeiten", sagte Kiefer in Stuttgart.

Der 34-Jährige aus Hannover wurde am Rande des Viertelfinals gegen Frankreich auf dem Weissenhof vom Deutschen Tennis Bund (DTB) offiziell aus dem deutschen Davis-Cup-Team verabschiedet.

Kiefer hofft, dass sich die deutschen Männer ein Beispiel an Andrea Petkovic, Julia Görges und Sabine Lisicki nehmen.

"Die Frauen machen es uns vor. Bessere Werbung kann man nicht machen. Sie ziehen alle an einem Strang. Das fehlt mir bei den Männern", sagte der frühere Weltranglistenvierte, der im Dezember 2010 nach zahlreichen Verletzungen und einer Babypause seine Karriere als Tennisprofi beendet hatte.

Mittlerweile arbeitet er im Bundesstützpunkt Nord in Hannover als Teilzeit-Trainer und Ratgeber.

Davis-Cup-Spieler Christopher Kas konterte die Kiefer-Kritik. "Wenn die Strafen des Weltverbandes ITF nicht so hoch wären, würden wir uns auf dem Platz auch extrovertierter präsentieren. Ein Philipp Petzschner ist zum Beispiel ein super Charakter. Aber wenn er sich weit aus dem Fenster lehnt, gibt es gleich Kritik", sagte Kas über seinen Doppelpartner.

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