Wenn die Tennisprofis in rund zweieinhalb Wochen die Endspiele der US Open in New York bestreiten, steht das sportliche Geschehen im Zeichen des Gedenkens an die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001.

Das Männer-Finale findet exakt am 10. Jahrestag der Anschläge statt, bei denen vor zehn Jahren Terroristen zwei entführte Passagier-Maschinen in die Zwillingstürme des World Trade Centers in Manhattan steuerten.

Zwei weitere Verkehrsflugzeuge brachten Terroristen wenige Stunden später am Pentagon in Washington und auf einem Feld bei Pittsburgh zum Absturz. Insgesamt kamen dabei knapp 3000 Menschen ums Leben.

Am Final-Wochenende wird im Gedenken an die Opfer auf dem Boden des Centre Courts im Arthur-Ashe-Stadion der Schriftzug "11-09-01" zu lesen sein. Darüber hinaus soll es in Flushing Meadows eine Gedenkveranstaltung geben. "Wir ehren damit die heroischen Leistungen, die am 11. September 2001 hier in New York und im ganzen Land stattgefunden haben", sagte Chris Widmaier, Sprecher des US-Tennisverbandes.

Für den ehemaligen US-Open-Sieger Andy Roddick sind die Erinnerungen an den schwarzen Tag vor zehn Jahren noch immer ganz frisch.

Der damals 19-Jährige war damals im Viertelfinale der US Open an dem Australier Lleyton Hewitt gescheitert und hatte zunächst geplant, noch ein Konzert in New York zu besuchen. Dann flog er aber stattdessen zu seiner Familie nach Florida und sah dort im Fernsehen die Bilder der einstürzenden "Twin Towers".

"Ich stand unter Schock. Einen Tag zuvor war ich noch dort", erinnert sich Roddick: "Ich hoffe, dass die Zehn-Jahres-Marke das Gefühl der Einigkeit, das danach aufkam, wieder hervorbringt."

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