Nachwuchshoffnung Cedrik-Marcel Stebe hat das Challenger Tour Finale in Sao Paulo gewonnen und seinen Höhenflug in der Tennis-Weltrangliste fortgesetzt.

Der 21-Jährige aus Vaihingen/Enz kletterte nach seinem dritten Turniersieg in diesem Jahr bis auf Rang 81 im Raking und ist damit viertbester Deutscher hinter dem Davis-Cup-Trio Florian Mayer (23./Bayreuth), Philipp Kohlschreiber (43./Augsburg) und Philipp Petzschner (63./Bayreuth).

Im Februar 2011 hatte Stebe noch auf Rang 405 der Weltrangliste gestanden.

Im Endspiel des Saisonfinals in Sao Paulo bezwang der an Nummer fünf gesetzte Linkshänder den Israeli Dudi Sela mit 6:2, 6:4 und feierte seinen bislang größten Erfolg. "Ich kann es noch gar nicht glauben. Sela hat ja schon mal in den Top 30 gestanden und ist ein wirklich guter Spieler", sagte Stebe.

Auch Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen verfolgte das starke Jahr von Stebe mit Freude. "Cedrik hat spielerisch zugelegt und durch Siege gegen gute Spieler wie Nikolai Dawidenko in Hamburg viel Selbstvertrauen getankt. Ich traue ihm noch einiges zu", sagte Kühnen.

Stebe befindet sich mittlerweile auch im Dunstkreis des Davis-Cup-Teams. Kühnen: "Er ist ja im A-Kader. Und alle, die dort drin sind, sind entweder schon Davis-Cup-Spieler oder zählen zum erweiterten Kader."

Damit zahlte sich für Hobby-Musiker Stebe das Training in der Tennis-Akademie der beiden früheren Davis-Cup-Spieler Alexander Waske und Rainer Schüttler in Offenbach aus. "Ich habe hart gearbeitet, mit Hingabe trainiert, und auch meine Fitness verbessert", erklärte Stebe.

Vor seinem Coup in Brasilien hatte er in diesem Jahr bereits die Challenger-Turniere in Bangkok und Shanghai gewonnen.

Nächstes Ziel des Blondschopfes ist es, die "Top 50, Top 60 zu knacken". Stebe wird seit 2010 in Offenbach von Waske und Benjamin Ebrahimzadeh betreut, der auch Angelique Kerber trainiert.

Die Kielerin hatte im September überraschend das Halbfinale der US Open in New York erreicht, dort aber in drei Sätzen gegen die spätere Turniersiegerin Samantha Stosur (Australien) verloren.

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