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Angelique Kerber spielt seit 2003 auf der Profitour © getty

Angelique Kerber hat das Viertelfinale der French Open in Paris klar verpasst und dabei eine Lehrstunde erhalten.

Die Weltranglistenneunte erlebte beim 1:6, 2:6 gegen Australian-Open-Halbfinalistin Eugenie Bouchard (Kanada/Nr. 18) einen rabenschwarzen Tag.

"Es ging irgendwie gar nichts. Ich habe nie meinen Rhythmus gefunden und stand gar nicht auf dem Platz", meinte Kerber nach der bitteren Niederlage: "Ich habe den Ball überhaupt nicht gespürt. Eine Erklärung habe ich dafür nicht."

Nach nur 52 Minuten verwandelte Nürnberg-Siegerin Bouchard ihren ersten Matchball und ließ Kerbers Traum vom vierten Grand-Slam-Viertelfinale seit 2011 platzen.

Vor zwei Jahren hatte die 26 Jahre alte Linkshänderin in Roland Garros in der Runde der letzten Acht gestanden, dort aber verloren.

Am Sonntag spielte bei den Herren noch Düsseldorf-Gewinner Philipp Kohlschreiber um den Einzug ins Achtelfinale. Das Drittrundenspiel des an Position 28 gesetzten Augsburgers gegen Wimbledonsieger Andy Murray (Großbritannien/Nr. 7) war am Samstagabend wegen Dunkelheit beim Stand von 6:3, 3:6, 3:6, 6:4, 7: 7 abgebrochen worden.

Andrea Petkovic (Nr. 28) steht nach einem 6:4, 4:6, 6: 4 gegen die Französin Kristina Mladenovic bereits in der Runde der letzten 16.

Im Achtelfinale trifft sie die Hessin am Montag auf Qualifikantin Kiki Bertens (Niederlande). Alle anderen Deutschen sind bereits ausgeschieden.

Kerber fand besonders im ersten Satz nie ein Mittel gegen die aggressiv agierende Bouchard. Die Fed-Cup-Spielerin lag bereits mit zwei Breaks und 0:5 zurück, ehe sie nach knapp 20 Minuten ihr erstes Spiel gewinnen konnte.

Symptomatisch, dass die 20-jährige Bouchard ihren ersten Satzball mit ihrem 16. Winner verwandelte. Kerber waren bis dahin nur sechs direkte Gewinnschläge gelungen.

Zwar konnte sich die Wimbledon-Halbfinalistin von 2012 danach steigern. Doch mit einem frühen Break zum 2:1 versetzte ihr Bouchard den nächsten Rückschlag. Da passte es ins Bild, dass die Kielerin kurz darauf auch ihren einzigen Breakball nicht nutzen konnte.

"Ich habe trotzdem bis zum Ende an mich geglaubt, denn in der Vergangenheit konnte ich schon einige Matches umdrehen", sagte Kerber.

Eine große Schwäche war erneut das Service. Nur in 28 Prozent der Fälle machte die deutsche Nummer eins nach dem zweiten Aufschlag den Punkt.

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