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Debütant Mischa Zverev ist derzeit die Nummer 55 der ATP-Weltrangliste © getty

Kiefer und Zverev holen den entscheidenden Punkt gegen die USA im Tie-Break. Nächster Gegner ist ein gebeutelter Favorit.

Düsseldorf - Nicolas Kiefer und Debütant Mischa Zverev haben der deutschen Mannschaft beim Arag World Team Cup mit einem Sieg im Entscheidungsdoppel gegen die USA die Chance auf das Finale gewahrt.

Bei strahlendem Sonnenschein sie mit 4:6, 6:4, 10:1 gegen Mardy Fish/Sam Querrey und sorgten so für den 2:1-Gesamtsieg.

In ihrem nächsten Gruppenspiel treffen die Deutschen auf Frankreich.

Kohlschreiber hält die Deutschen im Rennen

Zuvor hatte Philipp Kohlschreiber eine frühe Niederlage der deutschen Mannschaft beim Arag World Team Cup abgewendet.

Im zweiten Einzel gegen die USA gewann der Augsburger nach 2:18 Stunden gegen Robby Ginepri 6:7 (5:7), 7:6 (7:4), 6:0 und sorgte damit nach der Auftaktniederlage von Rainer Schüttler am Vortag gegen Sam Querrey für den 1:1-Ausgleich (Schüttler hofft auf andere Tage).

Keine Zweifel bei "Kohli"

Obwohl er im zweiten Satz mit dem Rücken zur Wand stand, gab sich der 25 Jahre alte Kohlschreiber nach der Partie durchaus selbstbewusst: "Ich hatte nie Zweifel daran, dass ich das noch drehen kann."

Dabei hatte er sich vor allem im ersten Satz überraschend schwer getan gegen Ginepri, der im Düsseldorfer Rochusclub sein erstes Match seit drei Monaten bestritt. Eine Blinddarm-Operation hatte ihn außer Gefecht gesetzt.

Als Weltranglisten-31. 27 Plätze besser als Ginepri notiert, machte sich Kohlschreiber bis kurz vor dem Ende des zweiten Satzes mit unnötigen Fehlern selbst das Leben schwer. "Mir selbst ist das gar nicht so vorgekommen. Ich habe das Gefühl, dass ich gut gespielt habe", lautete allerdings Kohlschreibers Selbsteinschätzung.

Madrid-Verzicht lohnt sich

In der kritischen Phase halfen ihm die jüngsten Eindrücke des ATP-Turniers in Madrid in der Vorwoche. Dort hatte Kohlschreiber in der zweiten Runde in einem engen Match über drei Sätze den Kroaten Marin Cilic bezwungen (DATENCENTER: Die ATP-Weltrangliste).

Darauf winkte das Achtelfinale gegen den Branchenprimus Rafael Nadal, doch das musste Kohlschreiber wegen einer Zerrung im Oberschenkel absagen.

Dass der Verzicht auf das verlockende Duell mit dem Weltranglistenersten vermutlich eine gute Entscheidung war, zeigte Kohlschreibers Dominanz im Entscheidungssatz gegen Ginepri. Die Blessur sei jedenfalls "ausgeheilt" gewesen, sagte er nach der Partie.

Gegner noch nicht bekannt

Somit darf Kapitän Patrik Kühnen auch im kommenden Gruppenspiel auf einen fitten Philipp Kohlschreiber bauen.

Als nächster Gegner wartet Frankreich. Der Top-Favorit unterlag allerdings in der ersten Partie Schweden mit 1:2, da sich Robert Lindstedt/Robin Söderling 6:2, 3:6, 10:7 im Doppel gegen Jeremy Chardy/Jo-Wilfried Tsonga durchsetzten.

Italien schlägt Russland

In der blauen Gruppe ist dagegen bereits die erste Entscheidung gefallen.

Italien gewann die Begegnung gegen Russland 2:1, nachdem sich Simone Bolelli/Andreas Seppi gegen Jewgeni Korolew/Stanislaw Wowk 6:7 (4:7), 6:3, 10:4 durchsetzten.

Die Italiener treffen nun auf Argentinien oder Serbien.

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