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Philipp Kohlschreiber stand 2008 im Finale der Gerry Weber Open © getty

Bei den Gerry Weber Open schaffen auch Zverev, Petzschner und Kohlschreiber den Sprung in Runde zwei. Kiefer und Beck ziehen nach.

Halle/Westfalen - Der zweiten Tag der Gerry Weber Open in Halle gehörte den Deutschen. Und dort verzückte Philipp Petzschner mit einem sportlichen Paukenschlag das Publikum.

Der 25-Jährige aus Bayreuth setzte sich nach tollem Kampf 3:6, 7:6 (7:5), 6:4 gegen den Weltranglistenachten Fernando Verdasco (Spanien/Nr. 3) durch.

Zuvor hatte Philipp Kohlschreiber gegen Björn Phau das erste deutsche Duell des Turniers 6:4, 6:2 gewonnen, nachdem Mischa Zverev zum Auftakt den Qualifikanten Joseph Sirianni (Australien) mit einem lockeren 6:2, 6:4 bezwungen hatte.

Auch Kiefer und Beck weiter

Am späteren Dienstagabend erhöhten Nicolas Kiefer und Andreas Beck die Zahl der Deutschen im Achtelfinale (Tag 3, Mi., 12 Uhr LIVESCORES) noch auf acht.

Rekord-Teilnehmer Nicolas Kiefer gewann bei seinem 13. Auftritt in Halle gegen den Serben Viktor Troicki 6:2, 6:1, Andreas Beck schlug Christophe Rochus (Belgien) 6:3, 6:1. 115285(DIASHOW. Sexy Anna küsst "Kiwi")

Federer sagt ab

Die Absage von Roger Federer überschattete aber den "German Player's Day". Zwei Tage nach seinem Triumph bei den French Open gab der Schweizer Superstar bekannt, er habe sich gegen die Reise nach Ostwestfalen entschieden.

"Ich kann mir einfach nicht vorstellen, sofort in einem neuen Turnier wieder absolute Spitzenleistung zu bringen und ich möchte keine Verletzung riskieren", lautete die schriftliche Begründung Federers, in der er sich auch bei den Veranstaltern, Mitstreitern und den Tennis-Fans in Halle entschuldigte. (Alle Tennis-News)

Er brauche jetzt "Ruhe und Erholung", um keine Verletzung zu riskieren.

Revanche genutzt

Überraschungssieger Petzschner strahlte nach seinem Erfolg übers ganze Gesicht. War er vor zwei Wochen in der ersten Runde der French Open auf Sand noch 1:6, 2:6, 3:6 an Verdasco gescheitert, nutzte er seinen zweiten Auftritt im Hauptfeld von Halle zur Revanche.

"Ich habe nicht hochkarätig gespielt, aber gefightet", erklärte der Weltranglisten-59. nach dem Wechselbad der Gefühle.

Petzschner mit Matchball gegen sich

Im zweiten Satz wehrte Petzschner einen Matchball ab, gewann das Spiel noch und schaffte im anschließenden Tie-Break die Wende. Nun trifft der 25-Jährige auf den Routinier Olivier Rochus (Belgien), der als Qualifikant durch ein 6:0, 6:0 gegen Fernando Vicente (Spanien) ins Achtelfinale einzog.

"Er hat zwar eine Menge Erfahrung, aber ich denke, ich habe eine gute Chance", so Petzschner. (Deutsches Trio erreicht Achtelfinale)

Zverev nun gegen Berdych

Der Youngster Zverev stürmte geradezu in sein Auftaktmatch gegen den Qualifikanten Joseph Sirianni. Den ersten Durchgang entschied der 21-Jährige nach 34 Minuten 6:3 für sich. Im zweiten Satz wurden die Spiele länger, doch der Weltranglisten-45. Zverev behielt nach 1:20 Stunden die Nerven und die Oberhand.

Nun wartet auf ihn der Halle-Sieger von 2007, Tomas Berdych (Tschechien/Nr. 5).

Djokovic ist weiter

Zwei weitere topgesetzte Spieler gaben sich bei ihren ersten Auftritten keine Blöße. Der Weltranglistenvierte Novak Djokovic (Serbien/Nr. 2) tat sich beim 7:5, 6:2 gegen Simone Bolelli (Italien) nur im ersten Satz schwer.

Zuvor hatte Jo-Wilfried Tsonga (Frankreich/Nr. 4) seinen Landsmann Fabrice Santoro ebenfalls 7:5, 6:2 ausgeschaltet und trifft nun auf den gebürtigen Hamburger Haas.

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