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Rafael Nadal (li.) und Roger Federer beherrschen die Tennis-Szene seit Jahren © getty

Der Tennis-Zirkus hat sie wieder: In Montreal melden sich die beiden derzeit besten Spieler wieder auf der ATP-Tour zurück.

Von Annette Bachert

München - Die Nummer eins und zwei der Weltrangliste (DATENCENTER: ATP-Weltrangliste) kehren beim Rogers Cup in Montreal auf die Tennis-Bühne zurück.

Die Gründe für die Auszeiten von Roger Federer und Rafael Nadal könnten dabei unterschiedlicher nicht sein.

Federer legte nach seinem Wimbledon-Sieg eine kleine Baby-Pause ein.

Drei Wochen nach dem historischen 15.Grand-Slam-Erfolg wurde der Schweizer Vater von Zwillingen. Den beiden Mädchen und seiner Frau Mirka schenkte er zuletzt volle Aufmerksamkeit.

Federer fühlt sich fit

Zeit für Training fand der 28-Jährige dennoch genug.

"Da ich in den letzten Wochen genug Zeit zum Trainieren fand, fühle ich mich fit und voller Energie. Es ist für mich als Athlet immer etwas seltsam, längere Zeit - diesmal waren es insgesamt fünf Wochen - keine Wettkämpfe zu bestreiten. Deswegen bin ich froh, bald wieder auf dem Platz zu stehen", freut sich Federer auf seine Rückkehr.

Formaufbau ist angesagt

Sein womöglich härtester Konkurrent, Rafael Nadal, fehlte gut zwei Monate auf der ATP-Tour.

Sehnentzündungen in beiden Kniegelenken zwangen den Spanier zur Pause, die ihm nach der verpassten Titelverteidigung bei den French Open auch die Krone in Wimbledon sowie Platz eins der Weltrangliste kostete.

In Kanada (DATENCENTER: ATP-Tour) will sich der 23-Jährige langsam wieder herankämpfen und seine Form aufbauen.

Nadal braucht mehr Zeit

Sein Onkel und Trainer Toni warnte zugleich vor zu hohen Erwartungen: "Ich fürchte, er wird nicht in bester Form sein." Nadal: Comeback voller Zweifel

"Ich werde mein Bestes geben, um ein gutes Ergebnis zu erreichen, aber ich bin auch darauf vorbereitet, zu verlieren", so Nadal. Außerdem sei das Wichtigste, bis zu den US Open wieder fit zu werden. Und bis dahin sind es nur noch 23 Tage.

Für diese Zeit hat Nadal sogar einen "Teilzeit"-Trainer, Francis Roig, engagiert.

Seine Teilnahme in New York möchte darum noch nicht bestätigen: "Ich kann nicht vorhersagen, ob ich bis zum 31. August hundertprozentig fit werde".

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