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Andy Roddick gewann 2003 bei den US Open seinen bisher einzigen Grand-Slam-Titel © getty

Der Weltranglistensechste fordert mehr Erholungspausen zwischen den Turnieren. Einen Spieler-Streik schließt er jedoch aus.

Schanghai - Andy Roddick hat den Umfang des Tennis-Kalenders scharf kritisiert.

"Es ist lächerlich, von einem professionellen Sport zu sprechen, wenn man keine Pause zur Erholung, Ausheilung von Verletzungen und Vorbereitung hat", sagte Roddick.

Der US-Amerikaner weiter: "Dieses Jahr geht unsere Saison am 30. November zu Ende, und am 4. Januar müssen wir schon wieder fast in der Form für ein Grand-Slam-Turnier sein."

Roddick: "Das geht so Jahr für Jahr für Jahr. Wir haben lange versucht, uns Gehör zu verschaffen, aber alles, was wir erreicht haben, ist ein noch späterer Zeitpunkt für das Saisonfinale", klagte der Weltranglistensechste am Rande des ATP-Turniers in Schanghai.

Der dreimalige Wimbledonfinalist sieht die Gesundheit der Spieler durch den Turnierstress zumindest gefährdet. (DATENCENTER: Alle Turniere)

"Ich hoffe, dass so kurzsichtige Planungen nicht die Karrieren der besten Spieler beeinträchtigen", sagte Roddick.

"Wir fühlen uns den Fans verpflichtet"

Roddik weiter: "Es ist meiner Meinung jedenfalls kein Zufall, dass Roger Federer als Nummer eins und Andy Murray als Nummer drei in Shanghai nicht dabei sind und Rafael Nadal als Nummer zwei mitten in der Saison auch schon mehrere Monate nicht spielen konnte."

Einen Spieler-Streik als letztes Mittel schloss Roddick aus:

"Wir Spieler fühlen uns auch den Fans verpflichtet. Wir wollen sie nicht vergraulen. Aber es muss eine Lösung gefunden werden. Die WTA hat es uns doch vorgemacht, indem sie die Anzahl der Pflichtturniere für ihre Spielerinnen von 13 auf 10 reduziert hat. Etwas Ähnliches wäre für uns schon ein großer Fortschritt."

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