vergrößernverkleinern
Andre Agassi stand im April 1995 auf Platz eins der Tennis-Weltrangliste © getty

Andre Agassi wehrt sich gegen die Kritik an seiner späten Dopingbeichte. Seine Absicht sei es, anderen Profis Hilfe zu leisten.

New York - Der frühere Tennis-Weltstar Andre Agassi hat sich gegen die Kritik an seinem verspäteten Drogengeständnis gewehrt und stattdessen Mitgefühl eingefordert.

In der Talkshow "60 Minutes" des TV-Senders CBS reagierte der Ehemann der deutschen Tennis-Ikone Steffi Graf betroffen auf den von Martina Navratilova angestellten Vergleich mit dem unter Doping-Verdacht stehenden früheren Baseball-Star Roger Clemens.

"Etwas, was man nicht hören möchte"

"Das ist natürlich etwas, was man nicht hören möchte", sagte Agassi: "Ich würde mir aber wünschen, dass mit solcher Kritik auch etwas Mitgefühl verbunden wäre, dass ich in meiner damaligen Situation keine Verurteilung, sondern vielmehr Hilfe gebraucht hätte." (WADA prüft Agassis Drogenbeichte)

In der vergangenen Woche war durch Auszüge aus Agassis Biografie "Open" der Drogenmissbrauch des früheren Weltranglisten-Ersten bekannt geworden.

Agassi: Kann mehr verlieren

Agassi berichtet in seinen Memoiren, 1997 nach dem Konsum der Droge Crystal Meth und einem positiven Dopingtest einer Sperre durch die Spielervereinigung ATP nur mittels einer Lüge entgangen zu sein (Agassi-Affäre setzt ATP unter Druck).

Agassi machte in dem CBS-Interview, das am Donnerstag auszugsweise und am Sonntag in kompletter Länge ausgestrahlt wird, seine grundsätzliche Absicht bei seiner Drogenbeichte klar: "Damals hatte ich Probleme und brauchte Hilfe. Heute kann es andere Athleten geben, die positiv auf Drogen getestet werden und Probleme haben. Für sie bitte ich um etwas Mitgefühl. Mir war bewusst, dass ich durch die Veröffentlichung mehr verlieren als gewinnen könnte. Aber ich bin in Ordnung, mich beschäftigt vielmehr, ob jemand anderem vielleicht dadurch geholfen werden kann." 126156(DIASHOW: Die spektakulärsten Doping-Fälle)

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel