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Marat Safin bestritt 1997 in Moskau sein erstes Spiel auf der ATP-Tour © imago

Mit einer Niederlage beendet Marat Safin in Paris seine Tennis-Karriere. Sein nächstes Ziel ist die Besteigung des Mount Everest.

Paris - Mit einer Dreisatzniederlage und unter dem Applaus der Fans hat der frühere Weltranglistenerste Marat Safin am Mittwoch seine Tennis-Karriere beendet.

Beim Masters-Turnier in Paris unterlag der 29 Jahre alte Russe in der zweiten Runde US-Open-Sieger Juan Martin Del Potro 4:6, 7:5, 4:6 und verabschiedete sich damit in den lange angekündigten sportlichen Ruhestand (DATENCENTER: Alle Turniere).

Auf dem Court gaben ihm aktuelle und frühere Spieler wie Novak Djokovic, Ivo Karlovic, Marc Rosset, Younes El-Aynaoui und Albert Costa die besten Wünsche mit auf den Weg.

Zwei Grand-Slam-Titel, fünf Wochen Nummer eins

"Es ist das Ende, ich bereue nichts. Jetzt freue ich mich auf eine neue Phase", hatte Safin bereits bei seinem letzten Grand-Slam-Auftritt im September in New York erklärt.

12 Jahre lang spielte Safin auf der Tour, zwischen November 2000 und April 2001 wurde er für neun Wochen als Nummer eins der Weltrangliste geführt.

Er holte sich bei den US Open 2000 und den Australian Open 2005 zwei Grand-Slam-Titel. Insgesamt stehen für den älteren Bruder der aktuellen Topspielerin Dinara Safina 15 Turniersiege zu Buche.

Aussicht auf dem Mount Everest genießen

Zum Liebling der Fans wurde Safin wegen seiner extrovertierten Art auf und abseits des Platzes. Unzählige Schläger zertrümmerte der "russische Riese" in seiner Karriere und schimpfte sich mit großer Leidenschaft durch so manches Match.

Was genau er nach dem Karriere-Ende machen will, weiß Safin noch nicht. "Ich werde Dinge tun, die absolut gar nichts mit Schlägern und Bällen zu tun haben. Auf dem Mount Everest muss die Aussicht unglaublich sein", hatte Safin unlängst erklärt.

Im September 2007 hatte er bereits Teile des Cho Oyu im Himalaya bestiegen.

Knapp bekleidete Blondinen in der Box

Seine allseits geschätzte Spontaneität will sich Safin auch im sportlichen Ruhestand bewahren.

Wie einst in Melbourne: Vor dem Finale der Australian Open 2002 gegen den späteren Sieger Thomas Johansson (Schweden) tauchten in seiner Box plötzlich zwei atemberaubende Blondinen in knapper Bekleidung auf.

Safin hatte sie über Nacht kurzfristig in Melbourne aufgegabelt.

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