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Rafael Nadal gab 2001 sein Debüt auf der ATP-Tour © getty

Mit einem Sieg in London würde der Spanier Federer als Nummer 1 ablösen. Der Schweizer kann ein Kunststück Lendls wiederholen.

München/London - Rafael Nadal will auf den Tennisthron zurück, Roger Federer will Geschichte schreiben.

Erstmals seit Lleyton Hewitt 2001 könnte wieder ein Spieler durch einen Triumph beim Saisonfinale der weltbesten Tennisprofis im letzten Match des Jahres noch Platz eins der Weltrangliste übernehmen.

Für den 23-jährigen Nadal wäre es das Happy End eines Jahres, in dem er wegen seiner Knieprobleme und der Scheidung seiner Eltern schwierige Zeiten zu durchleben hatte.

Knieverletzung stoppt Nadal

"Jeder muss mal Täler durchschreiten" sagte der Mallorquiner, "bei mir war es in diesem Jahr soweit."

Durch seine Knieverletzung und das frühe Aus bei den French Open verpasste er die Titelverteidigung in Paris und konnte in Wimbledon gar nicht erst antreten.

Roger Federer, den er im August 2008 entthront hatte, übernahm deshalb nach seinem Wimbledonsieg am 6. Juli wieder die Nummer eins.

Federers Nummer-Eins-Status wackelt

Der Schweizer reist mit einem Vorsprung von 945 Punkten in den Millennium Dome am Themse-Ufer, in dem 2012 die olympischen Turnwettbewerbe stattfinden.

Wenn Nadal ungeschlagen das Saisonfinale gewinnt, hätte er Federer am Sonntag in einer Woche wieder verdrängt, falls der Schweizer nicht ins Endspiel einziehen und eines seiner Vorrundenspiele verlieren sollte.

Federer nicht in Topform

Ausgeschlossen ist das nicht. Beim 1000er-Turnier vergangene Woche in Paris unterlag der Schweizer schon in der ersten Runde völlig überraschend dem Franzosen Julien Benneteau, während Nadal erst im Halbfinale vom späteren Sieger Novak Djokovic gestoppt wurde (DATENCENTER: Alle Turniere).

Federer kann ein weiteres Stück Tennisgeschichte schreiben, wenn er den Angriff von Nadal in London abwehrt. Er wäre dann der zweite Spieler nach Ivan Lendl 1989, der ein Jahr wieder an der Spitze des Rankings abschließt, nachdem er zuvor verdrängt worden war.

Revanche gegen Söderling

In der Vorrunde treffen Federer und sein ewiger Rivale noch nicht direkt aufeinander. Federer tritt in der Gruppe A bereits am Sonntagabend gegen den Spanier Fernando Verdasco an.Lokalmatador Andy Murray eröffnet den Einzelwettbewerb am Nachmittag gegen US-Open-Sieger Juan Martin Del Potro.

Nadal beginnt Montagnachmittag in der Gruppe B gegen Robin Söderling (Schweden), der den verletzten Andy Roddick ersetzt und Nadals Siegesserie bei den French Open nach 31 Siegen in Serie beendet hatte. Am Abend trifft Djokovic auf Hamburg-Sieger Nikolai Dawydenko.

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