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Im Finale der US Open 2008 besiegte Roger Federer den Schotten Andy Murray © imago

Der Argentinier gewinnt sein erstes Match bei den ATP-Finals in London. Andy Murray trifft auf den Weltranglistenersten.

London - Juan Martin Del Potro hat bei den ATP-Finals in London die Chance aufs Weiterkommen gewahrt.

Mit 6:4, 3:6, 7:6 (7:1) setzte sich der US-Open-Champion gegen Fernando Verdasco durch und gewann damit nach der Autaktniederlage gegen Andy Murray seine erste Partie.

Verdasco hat nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel nur noch eine geringe Möglichkeit, die nächste Runde zu erreichen

Der Kampf um den Tennis-Thron scheint dagegen bereits entschieden.

Federer bleibt wohl vorne

Während der Weltranglistenführende Roger Federer am Sonntagabend mit etwas Glück und eisernen Nerven gegen Verdasco 4:6, 7:5, 6:1 gewann, verlor Federers größter Konkurrent Rafael Nadal seine erste Begegnung gegen den Schweden Robin Söderling 4:6, 4:6.

Damit sind die Chancen des Weltranglistenzweiten Nadal, den Schweizer noch von der Spitze zu verdrängen nur noch theoretischer Natur.

Im Duell mit dem ebenfalls zum Auftakt siegreichen Briten Andy Murray am Dienstag kann Federer bereits den Einzug ins Halbfinale und sein Überwintern als Nummer eins bis zur nächsten Saison perfekt machen.

Auftaktsieg für Djokovic

Titelverteidiger Novak Djokovic ist am Montagabend mit einem Sieg in das ATP-Tourfinale in London gestartet.

Der Serbe setzte sich in Gruppe B in einer Neuauflage des Vorjahresfinales mit 3:6, 6:4, 7:5 gegen den Russen Nikolai Dawydenko durch.

Das entscheidende Break in der 2:46 Stunden andauernden Partie gelang Djokovic zum 6:5 im dritten Satz, nachdem er schon beim Standevon 5:4 zum Matchgewinn aufgeschlagen hatte.

Nadal hat kaum noch Chancen

Nur wenn Federer in der Vorrunde scheitert und Nadal das Turnier gewinnt, würde der Mallorquiner den Schweizer noch überholen und das Jahr erneut als Weltranglisten-Erster und ATP-Weltmeister beenden.

Derzeit hat Federer 10.350 Punkte, Nadal (9205) kann maximal noch 10.545 Zähler erreichen.

"Es ist sicher nicht der richtige Moment, um von der Nummer eins zu reden", sagte Nadal: "Ich spiele im Moment auch nicht wie eine Nummer eins, oder etwa doch?"

Federer mit Problemen

Federer hatte vor 17.500 Zuschauern im ehemaligen Millennium Dome zunächst allerdings erhebliche Probleme mit dem spanischen Linkshänder, der erstmals am ATP-Finale teilnimmt.

Beim Stand von 5: 5 im zweiten Satz lag der Schweizer mit 0:30 zurück, das Spiel ging dann dreimal über Einstand, ehe Federer doch noch das 6:5 schaffte. Anschließend gelang ihm das erste Break überhaupt zum Satzausgleich und damit letztlich zum Matchgewinn.

"Extrem wichtiges Match"

"Das war ein extrem wichtiges Match für mich. Es ist gut, mit einem Sieg in die Gruppenphase zu starten", sagte Federer.

"Erst im zweiten Satz war ich in der Lage mein Spiel zu finden. Das war dann auch der Moment, als ich wieder an meine Chance geglaubt habe."

Angstgegner Murray

Bei einer Niederlage hätte Federer im Match gegen seinen Angstgegner Murray erheblich unter Druck gestanden.

Dieser hatte sein Auftaktmatch mit 6:3, 3:6, 6:2 gegen den argentinischen US-Open-Sieger Juan Martin Del Potro gewonnen.

Gegen Murray hat Federer vier der letzten fünf Duelle verloren.

Nadal unter Zugzwang

Unter Zugzwang steht jetzt allerdings Nadal, der erneut gegen Söderling eine bittere Niederlage hinnehmen musste.

Söderling hatte den Spanier in diesem Jahr bereits im Achtelfinale der French Open bezwungen und ihm nach 31 Siegen in Folge die erste Niederlage beim Grand-Slam-Turnier in Paris überhaupt zugefügt.

"Brauche mehr Selbstvertrauen"

"Ich glaube nicht an Revanche. Jedes Spiel ist anders. Ich habe nicht einen Moment an das Spiel in Paris gedacht", sagte Nadal:

"Ich bin nicht weit von meiner Normalform entfernt, aber ich brauche noch mehr Selbstvertrauen."

Probleme mit dem Aufschlag

Besonders der Aufschlag bereitete Nadal gegen den Schweden, der nur als Nachrücker für den Amerikaner Andy Roddick ins Feld der besten acht Tennis-Profis gekommen war, immer wieder Probleme. Jeweils im zehnten Spiel des Satzes gelang es Söderling, seinem Gegner das Aufschlagspiel abzunehmen.

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