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Juan Martin del Potro bezwang im US-Open-Finale 2009 Roger Federer © getty

Juan Martin del Potro schlägt Robin Söderling und trifft im Endspiel der Masters-Finals auf Federer-Bezwinger Nikolai Dawydenko.

London - Am Ende waren beide zufrieden: Roger Federer, der trotz seiner 2:6, 6:4, 5:7-Niederlage gegen den Russen Nikolai Dawydenko im Halbfinale der ATP World Tour Finals in London das Tennisjahr zum insgesamt fünften Mal als Nummer eins beendet, und natürlich Dawydenko selbst, der im 13. Anlauf erstmals gegen Federer gewann.

Im Endspiel (ab 15.30 Uhr LIVESCORES) trifft der 28-jährige Russe auf den sieben Jahre jüngeren Argentinier Juan Martin Del Potro, der mit dem 6:7 (1:7), 6:3, 7:6 (7:3) gegen den Schweden Robin Söderling bewies, dass sein US-Open-Sieg im September keine Eintagsfliege war.

"War sicher, dass es nichts wird"

"Sieben Jahre lang bin ich vergeblich gegen Roger angerannt, ich war sicher, dass es auch dieses Mal nichts wird", sagte Dawydenko, der eigentlich für Sonntag bereits seinen Urlaubsflug auf die Malediven gebucht hatte.

In den vorherigen zwölf Matches gegen Federer hatte Dawydenko gerade mal vier von 32 gespielten Sätzen gewonnen.

In London profitierte er nun von dem erneut schwachen Start des Schweizers, der auch in seinen drei Vorrundenspielen jeweils den ersten Satz verloren hatte.

Zweites Endspiel hintereinander für Dawydenko

Dawydenko steht zum zweiten Mal hintereinander beim Saisonfinale im Endspiel.

2008 in Shanghai hatte er gegen den Serben Novak Djokovic verloren, der in diesem Jahr ebenso wie der Spanier Rafael Nadal bereits in der Vorrunde scheiterte.

Nadal verpasste damit nach einem Jahr voller verletzungsbedingter Rückschläge die Chance, als ungeschlagener Turniersieger Federer die Nummer eins auf der Zielgeraden doch noch abzujagen.

"Fed-Express" bleibt Branchenprimus

Zum fünften Mal in seiner Karriere startet der "Fed-Express" damit als Branchenprimus in die neue Saison, da schmerzte auch das Halbfinal-Aus in London nicht allzu heftig.

"Vor einem Jahr war Nadal der Mann der Stunde, und ich hätte damals nicht gedacht, dass ich es so schnell wieder drehen kann", sagte Federer, dem 2009 der heißersehnte erste Triumph bei den French Open gelang.

Ein paar Tage lang wird er sich nun Ehefrau Mirka und den im Juli geborenen Zwillingstöchtern Myla Rose und Charlene Riva widmen, ehe die Vorbereitung auf die neue Saison beginnt.

"Freue mich auf das Finale"

Nach seinen Turniersiegen in Paris und Wimbledon hatte Federer das Endspiel der US Open gegen den jungen Argentinier Juan Martin Del Potro verloren, der in London erstmals in seiner Karriere das Endspiel beim Saisonfinale erreichte.

Unter den Augen von WBA-Schwergewichts-Weltmeister David Haye zwang der 21-Jährige Nachrücker Robin Söderling in 2:11 Stunden in die Knie.

Del Potro, der das gute Steakfleisch in seiner Heimatstadt Tandil ("Vielleicht das beste der Welt") als eine seiner Erfolgszutaten bezeichnet, war nach der Partie sichtlich erschöpft: "Ich freue mich auf das Finale - aber auch auf ein paar Tage Urlaub."

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