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Philipp Petzschner ist aktuell die Nummer 54 der Weltrangliste © getty

Nach seiner Nicht-Unterschrift des NADA-Codes weist der Bayreuther dem DTB die Schuld zu. Zwei Führungskräfte greift er an.

Indian Wells - Philipp Petzschner hat den Vorwurf zurückgewiesen, er habe seine Unterschrift unter die Athletenvereinbarung der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) verweigert.

"Alles geschah in einvernehmlicher Absprache mit dem Deutschen Tennis Bund", sagte der 25-jährige Bayreuther vor seinem Zweitrunden-Match in Indian Wells gegen Davis-Cup-Spieler Philipp Kohlschreiber.

Im Oktober 2009, so Petzschner, sei es im Dialog mit dem DTB um die Athletenvereinbarung gegangen: "Da stand ich auf Platz 100 in der Weltrangliste und war gar kein Thema für den A-Kader. Deshalb habe ich nach Rücksprache mit dem DTB nicht unterschrieben."

Angriff auf Präsident und Sportdirektor

Es sei "eine Farce, dass der Präsident und der Sportdirektor jetzt behaupten, nichts davon gewusst zu haben". (DTB-Präsident von Petzschner enttäuscht)

Laut DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard allerdings habe Petzschner aus Sicht des Verbandes immer zum A-Kader gehört. (Pilic bei Sport1.de: "Ich verstehe Petzschner nicht")

Der Spieler selber habe darum gebeten, gestrichen zu werden, weil er sich in diesem Jahr auf die ATP Tour konzentrieren wolle. "Dennoch gehe ich davon aus, dass ihm das NADA-Schriftstück zur Unterschrift vorlag", sagte Eberhard.

"Absolut bereit" zur Unterschrift

Mit der Unterschrift unter den NADA-Code verpflichten sich deutsche Kaderathleten in Sportverbänden des Deutschen Olympischen Sport-Bundes, regelmäßig ihren Aufenthaltsort für eventuelle Dopingkontrollen anzugeben.

Dazu ist Petzschner "absolut bereit. Ich habe doch auch den Anti-Doping-Kodex der ATP und der ITF unterschrieben und mich damit verpflichtet, auf Turnieren jederzeit für Kontrollen zur Verfügung zu stehen", sagte er.

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