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Simon Greul ist aktuell die Nummer 62 der Welt © getty

Der Deutsche zeigt in Indian Wells eine starke Leistung und schaltet den gesetzten Monfils aus. "Kohli" verliert gegen Djokovic.

Indian Wells - Simon Greul hat beim ATP-Turnier in Indian Wells die dritte Runde erreicht.

Der Stuttgarter besiegte den an Nummer zwölf gesetzten Franzosen Gael Monfils mit 1:6, 6:2, 6:3 und trifft nun auf den Österreicher Jürgen Melzer.

Zum Auftakt hatte Greul gegen Richard Gasquet (Frankreich) gewonnen. (DATENCENTER: Indian Wells)

Philipp Kohlschreiber ist hingegen in der dritten Runde ausgeschieden. Der Davis-Cup-Spieler unterlag dem Weltranglistenzweiten Novak Djokovic aus Serbien mit 3:6, 6:2 und 6:7 (3:7).

Greul will in die Top 50

Greul kam seinem erklärten Saisonziel mit dem Erfolg gegen Monfils einen weiteren Schritt näher.

"Ich möchte mich dort etablieren, wo ich jetzt stehe, und die Top 50 in diesem Jahr noch knacken", sagte der Schwabe, der momentan auf Position 58 der Weltrangliste geführt wird.

Mit seinen 28 Jahren gehört Simon Greul zu den Spätstartern der Szene.

Erst im vergangenen Jahr konnte er sich auf der Tour profilieren und bei den großen Turnieren behaupten, nachdem er bis dahin in erster Linie bei Challengern und Satellites gepunktet hatte.

"Ich hatte früher ein paar Ups und Downs"

In Hamburg erreichte er das Viertelfinale, in Bukarest sogar die Runde der letzten Vier. Der Lohn war ein Platz in den Top 60.

"Ich hatte früher ein paar Ups und Downs", sagt Greul über seinen späten Durchbruch: "Jetzt habe ich mehr Gelassenheit und Routine, um auch mal ein Match wie das gegen Monfils ruhig zu Ende zu spielen und zu gewinnen."

In den letzten zwei Jahren hat der Rechtshänder vor allem an seinem Defensivspiel, seiner Schnelligkeit und seiner Physis gearbeitet.

"Ich habe überall noch ein paar Prozent rausgeholt, das zahlt sich jetzt aus. Dann gewinnt man auch mal gegen die Jungs von oben", erklärt er.

"Ich habe gemerkt, dass ich mithalten kann"

Statt mit den Turnieren der zweiten und dritten Kategorie über die Dörfer zu tingeln, fand sich Simon Greul im Vorjahr plötzlich auf den großen Centre Courts wieder.

Bei den US Open trat er gegen Roger Federer an, in Wimbledon gegen Novak Djokovic. "Ich habe zwar nicht gewonnen, aber gemerkt, dass ich mithalten kann", sagt Greul: "Das hat mir viel Selbstvertrauen gegeben."

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