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Andy Roddick triumphiert zum wiederholten Mal beim ATP-Turnier in Florida © getty

Der Coach des Miami-Siegers glaubt, dass für seinen Schützling die beste Zeit noch kommt. Er vergleicht ihn mit einem Weltstar.

Miami - Andy Roddick hat zum zweiten Mal nach 2004 das ATP-Turnier in Miami gewonnen und befindet sich nach Meinung seines Trainers Larry Stefanki auf den Spuren seines berühmten Landsmannes Andre Agassi.

Der 27-jährige Roddick, aktuelle Nummer sieben der Weltrangliste, besiegte im Finale den Tschechen Tomas Berdych 7:5, 6:4 und kassierte eine Siegprämie von umgerechnet knapp 450.000 Euro.

Roddick hatte in diesem Jahr bereits das Turnier in Brisbane gewonnen und seine starke Form mit zwei weiteren Finalteilnahmen in Indian Wells und San Jose unter Beweis gestellt.

Roddick ohne Mühe

Für den US-Open-Sieger von 2003, der im Halbfinale von Miami den ehemaligen spanischen Weltranglistenersten Rafael Nadal bezwungen hatte, war es der 29. Turniersieg seiner Karriere.

Gegen Berdych stellte Roddick innerhalb weniger Minuten die Weichen auf Sieg.

Im ersten Satz nahm er seinem Gegner, gegen den er bereits den dritten Sieg in diesem Jahr feierte, das Aufschlagspiel zum 6:5 ab, wenig später breakte er den Tschechen zum 1:0 im zweiten Durchgang.

"Ähnlich wie Agassi"

Stefanki glaubt, dass Roddick seine besten Tennisjahre noch vor sich hat: "Im Moment ist er als Sportler noch ein Jugendlicher, ähnlich wie damals Andre Agassi, der auch erst mit 27 Jahren langsam erwachsen wurde."

Agassi gewann fünf seiner insgesamt acht Grand-Slam-Siege nach seinem 29. Geburtstag.

Der 52-jährige Stefanki, der seine Trainer-Karriere einst mit John McEnroe begann und später Marcelo Rios (Chile) und Jewgeni Kafelnikow (Russland) zur Nummer eins der Weltrangliste machte, hat Roddick zunächst beigebracht, wie sich ein Leistungssportler vernünftig ernährt:

Strenger Trainer

"Ich habe ihm gesagt: Wenn du auf dem Platz schneller sein willst, musst du erstmal abspecken. Jetzt isst er immer noch viel und gerne, aber er isst das Richtige."

Roddick ist jedenfalls begeistert von der Zusammenarbeit mit Stefanki, obwohl dieser sehr strenge Regeln aufgestellt hat. "Ich will keinen teuren Trainer bezahlen und ihm dann vorschreiben, was er zu tun hat", sagte der 27-Jährige:

"Vor allem schätze ich seine Gelassenheit. Er verliert nie die Ruhe, außer beim Golfen."

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