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Philipp Petzschner gewann im Oktober 2008 in Wien sein erstes Turnier auf der ATP-Tour © getty

Nach Satzrückstand bezwingt Philipp Petzschner die Nummer 6 der BMW-Open-Setzliste. Baghdatis ist für Kohlschreiber zu stark.

München - Petzschner im Halbfinale, Kohlschreiber draußen - die Wege der beiden deutschen Philipps haben sich im Viertelfinale des ATP-Turniers in München getrennt. (DATENCENTER: Die BMW Open)

Während Philipp Petzschner nach dem 1:6, 6:3, 6:4 gegen Titelverteidiger Tomas Berdych (Tschechien) am Samstag gegen Vorjahresfinalist Michail Juschni (Russland) um einen Platz im Endspiel kämpft, kann Philipp Kohlschreiber nach dem 3:6, 4:6 gegen Marcos Baghdatis (Zypern) die Koffer packen.

Baghdatis spielt im zweiten Halbfinale gegen Marin Cilic (Kroatien).

"Nach dem ersten Satz ging es für mich nur noch ums Fighten. Tomas vor Heimpublikum zu schlagen, ist sensationell", sagte Petzschner nach seinem ersten Sieg gegen Berdych.

Rechnung offen

Mit seinem Halbfinalgegner Michail Juschni hat der Bayreuther seit dem Davis Cup 2007 noch eine Rechnung offen: "Damals haben wir in Russland gespielt. Dieses Mal spielen wir hier, da habe ich bessere Chancen."

Gegen Berdych gelang Petzschner das entscheidende Break beim Stand von 4:4 im dritten Satz.

Anschließend verwertete der 26-Jährige, der seinen Kontrahenten mit seinen Rückhand-Stops immer wieder zur Verzweiflung brachte, gleich seinen ersten Matchball.

Kohlschreiber verpasst Chancen

Kohlschreiber gestaltete das Duell gegen den geduldiger agierenden Baghdatis zwar weitgehend ausgeglichen, konnte seine Chancen aber nicht nutzen.

Beim Stand von 4:5 im zweiten Satz vergab der Augsburger gleich drei Breakbälle, verlor anschließend fünf Punkte in Folge und damit die Partie.

"Ich bin schon enttäuscht", sagte "Kohli", der seinen Münchner Turniersieg von 2007 nur allzu gerne wiederholt hätte.

"Seine Bälle haben wehgetan"

Dazu war er aber in den entscheidenden Situationen gegen den unangenehm spielenden Baghdatis zu zögerlich und hatte vor allem große Probleme mit dessen flachen Bällen.

"Ich habe es nicht geschafft, ihn aus dem Feld zu drängen", sagte Kohlschreiber: "Seine Bälle haben wehgetan und sind manchmal regelrecht stehengeblieben. Er spielt die Bälle unglaublich flach übers Netz, das hat er gut gemacht."

Er sei immer sehr enttäuscht, wenn er auf seinem Lieblingsbelag Sand verliere, bekannte Kohlschreiber nach der Niederlage: "Und hier in München tut es noch mehr weh, zumal ich gegen Baghdatis auf Sand eine positive Bilanz habe. Ich hatte mir gute Chancen ausgerechnet."

"Alles ist möglich"

Seinem Davis-Cup-Kollegen Petzschner, der seinem bisher einzigen Turniersieg (Wien 2008 auf Hartplatz) gerne einen zweiten folgen lassen würde, drückt Kohlschreiber am Samstag die Daumen: "Es läuft für ihn sehr gut, alles ist möglich. Einen neuen deutschen Sieger könnten wir alle gut gebrauchen."

Auf den Champion von München wartet neben einem Preisgeld von 68.450 Euro auch ein Cabrio des Hauptsponsors im Wert von 59.600 Euro.

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