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Andreas Beck steht derzeit auf Rang 76 der Weltrangliste © getty

Bei den Gerry Weber Open hat Andreas Beck gegen Nicolas Kiefer die besseren Nerven. Philipp Petzschner schlägt einen Serben.

Halle/Westfalen - Rückschlag für "Patient" Nicolas Kiefer auf dem Weg zur Besserung: Der lange verletzte ehemalige Weltranglistenvierte, nach einer Leistenoperation fast fünf Monate außer Gefecht, verlor bei den Gerry Weber Open das deutsche Duell gegen Andreas Beck.

Damit verpasste er nach seinem Überraschungssieg über den an drei gesetzen Russen Michail Juschni zum Auftakt ein weiteres Erfolgserlebnis.

Gegen seinen Kontrahenten aus Stuttgart unterlag der Halle-Sieger von 1999 knapp mit 2:6, 6:3, 6:7 (4:7).

Für den 32-Jährigen, mittlerweile auf Platz 181 der Weltrangliste abgerutscht, wäre es die siebte Viertelfinalteilnahme in Halle gewesen. (Hier geht's zur offiziellen Homepage)

Petzschner träumt von Federer

Dagegen darf Philipp Petzschner weiter auf die Erfüllung seines großen Traumes hoffen: Nach dem 7:6 (7:5), 6:3-Erfolg gegen den Serben Viktor Troicki fiebert der Weltranglisten-41. einem möglichen Halbfinale gegen den topgesetzten Ausnahmespieler Roger Federer entgegen.

"Etwas Schöneres gibt es nicht. Und dann noch auf Rasen", sagte er nach seinem Achtelfinalerfolg: "Jetzt muss ich aber erstmal sehen, dass ich mein nächstes Spiel gewinne."

"Früchte meiner Arbeit"

Dort trifft er auf den Slowaken Lukas Lacko, der den mit Petzschner befreundeten "Lucky Loser" Dominik Meffert (Ettringen) 2:6, 6:4, 6: 3 bezwang. Der 29-Jährige Meffert hatte als Nachrücker in der ersten Runde des Hauptfeldes gegen an den Position vier gesetzten Juan Carlos Ferrero gewonnen.

Der Bayreuther Petzschner ist jedenfalls zuversichtlich: "Ich ernte im Moment die Früchte meiner Arbeit. Ich habe mehr trainiert und lasse mich von Rückschlägen nicht mehr so einfach aus dem Konzept bringen", sagte der 26-Jährige.(DATENCENTER: Die Ergebnisse von Halle)

Beck fordert Hewitt

Für Kiefer-Bezwinger Beck, der zum dritten Mal in Folge in Halle den Sprung ins Viertelfinale schaffte, ist der ehemalige Weltranglistenerste Leyton Hewitt der nächste Gegner.

Der Australier ließ sich beim 6:3, 6:3 gegen den Niederländer Thiemo de Bakker auch von Nackenproblemen nicht aufhalten.(DATENCENTER: Die ATP-Weltrangliste)

Nach kurzer Behandlungspause im ersten Satz zog er bei seiner ersten Teilnahme in Halle gleich in die Runde der letzten acht ein.

Becker gewinnt Hängepartie

Ebenfalls siegreich blieb Benjamin Becker, der sein am Dienstag abgebrochenes Erstrundenspiel gegen den russischen Qualifikanten Michail Ledowskich in 54 Minuten glatt mit 6:4, 6:2 gewann.

Einsetzender Regen hatte dazu geführt, dass das Spiel am Dienstag beim Stande von 1:2 im ersten Satz auf Mittwoch verschoben werden musste.

"Bei seinem ersten Spiel auf Rasen in zwei Sätzen zu gewinnen, ist das, was man sich vorstellt", sagte Becker nach seinem Sieg. In der Runde der letzten 16 trifft der 28-Jährige aus Orscholz auf den an Position zwei gesetzten Russen Nikolai Dawydenko.

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