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Julian Reister unterlag bei den French Open erst Roger Federer in Runde drei © getty

Der Hamburger ringt am Rothenbaum Hanescu nieder. Auch "Kohli" macht es spannend. Petzschner und Berrer dagegen enttäuschen.

Hamburg - Julian Reister und Philipp Kohlschreiber haben ihren Worten tatsächlich Taten folgen lassen, die Ankündigungen von Philipp Petzschner dagegen entpuppten sich als leere Versprechungen.

Während der Hamburger Lokalmatador seinen überraschenden Erfolgsweg bei den German Open in der Hansestadt durch einen 7:6 (7:4), 6:4-Erfolg gegen Victor Hanescu (Rumänien) fortsetzte und Philipp Kohlschreiber durch einen 2:6, 6:2, 6:4-Sieg gegen Juan Ignacio Chela (Argentinien) ebenfalls das Achtelfinale erreichte, scheiterte Hoffnungsträger Petzschner einen Tag nach seinem Aus im Doppel auch in der Einzelkonkurrenz.

Bei der 3:6, 3:6-Niederlage gegen den Franzosen Jeremy Chardy hatte der 26-Jährige nie eine Chance.

Istomin ist der nächste Gegner

Michael Berrer unterlag ebenfalls in der zweiten Runde dem Italiener Andreas Seppi mit 2:6, 6:7 (4:7) und musste damit seine siebte Auftaktniederlage hintereinander hinnehmen.

Von elf gestarteten Deutschen haben damit am Hamburger Rothenbaum nur drei die zweite Runde überstanden.

Bereits am Dienstag war Florian Mayer (Bayreuth) ins Achtelfinale vorgestoßen, wo er auf Maximo Gonzalez aus Argentinien trifft (Do., ab 13.30 Uhr LIVESCORES und ab 17.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Reisters Gegner ist der Usbeke Denis Istomin.

"Ich habe toll gekämpft"

Der an zehn gesetzte Kohlschreiber bot am Abend unter dem geschlossenen Dach des Centre Courts ein streckenweise hochklassiges und stets spannendes Match, in dem zu erkennen war, dass er unbedibngt gewinnen wollte.

"Spielerisch bin ich noch nicht ganz da, wo ich hin will", sagte der 26-Jährige, "aber ich habe toll gekämpft." Sein Achtelfinalgegner ist der Brasilianer Thomasz Bellucci.

Petzschner unglücklich mit der Auslosung

Petzschner konnte nie seine spielerische Klasse zeigen, mit der er in Wimbledon noch Doppelsieger wurde und Rafael Nadal am Rande einer Niederlage hatte.

"Ich möchte hier natürlich ins Viertel- oder Halbfinale kommen", hatte der Weltranglisten-37. angekündigt, wusste aber auch: "Ich habe eine schwere Auslosung."

Unglücklicherweise für den Bayreuther hatte der unberechenbare Chardy einen seiner besseren Tage.

"Bin kaum an den Ball gekommen"

"Wenn er so aufschlägt, hat man keine Chance, ins Spiel zu finden. Ich bin ja kaum an den Ball gekommen", sagte Petzschner, "ich hatte Lust und war voll motiviert, aber wenn einer einen guten Tag hat und einer einen schlechten, gewinnt der, der den guten Tag hat."

Einen glänzenden Tag hatte dagegen Julian Reister.

"Ich glaube, dass ich auch gegen Victor Hanescu eine gute Chance habe", kündigte der 121. der Weltrangliste am Dienstag an.

Sieg mit dem zweiten Versuch

Durch einen starken Auftritt zog er dann tatsächlich ins Achtelfinale der mit 1,115 Millionen Euro dotierten Veranstaltung ein.

"Ich bin überglücklich. Einen Top-50-Spieler geschlagen zu haben, gibt immer Selbstvertrauen", strahlte der Blondschopf.

Mit einem Vorhand-Passierball nach 98 Minuten Spielzeit nutzte Reister seinen zweiten Matchball gegen den 43. der Weltrangliste und riss anschließend jubelnd beide Arme hoch.

"Ich habe seit den French Open ungemein an Erfahrung gewonnen und mich an das Spielen auf großen Plätzen gewöhnt", sagte Reister, "vom Kopf her weiß ich jetzt, dass ich die Besten schlagen kann."

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