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Rogerer Federer liegt auf Platz zwei der ATP-Weltrangliste © getty

Die ehemalige Nummer eins geht erstmals nach sieben Monaten als Turniersieger vom Platz. Im Finale muss er alles abrufen.

München - Alles Roger in Cincinnati, Land unter in Montreal und prominente Absagen in New York:

Eine Woche vor Beginn der US Open (30. August bis 12. September) läuft bei Roger Federer alles nach Plan (DATENCENTER: Die Ergebnisse von Cincinnati).

Während sein großer Rivale Rafael Nadal (Spanien) beim ATP-Turnier in Cincinnati längst die Tennistasche packen musste, spielte sich der Schweizer in Bestform zum Turniersieg.

Im Finale bezwang Federer der US-Amerikaner Mardy Fish mit 6:7 (5:7), 7:6 (7: 1), 6:4 und feierte damit seinen ersten Turniersieg seit den Australian Open im Januar.

Federer hatte sich zuvor im Halbfinale locker gegen Marcos Baghdatis aus Zypern durchgesetzt (6:4, 6:3), der zuvor Nadal gestoppt hatte.

"Ich hatte auch Glück"

Der Weltranglistenzweite aus Basel scheint jedenfalls bereit für die US Open, bei denen er schon fünfmal triumphiert hat.

"Ich hatte auch Glück und musste in den ersten Runden kaum spielen", sagte Federer, der bereits zum vierten Mal das Turnier in Cincinnati gewann: "Es läuft einfach für mich und das ist schön."

Regen verhindert Damen-Halbfinale

Dagegen gibt es beim Vorbereitungsturnier der Damen in Montreal ein Nachspiel.

Gerade mal zehn Minuten standen Caroline Wozniacki (Dänemark) und Swetlana Kusnezowa (Russland) im ersten Halbfinale auf dem Platz, dann kam der große Regen.

Sechs Stunden warteten die Verantwortlichen und hofften auf eine Wetterbesserung, aber der Himmel hellte sich nicht auf.

Beide Matches, im zweiten Semifinale standen sich die Russin Wera Swonarewa und Wiktoria Azarenka aus Weißrussland gegenüber, wurden auf Sonntag verschoben, danach sollte nach einer kurzen Verschnaufpause das Endspiel stattfinden.

Allerdings droht eine Verlängerung, wie Turnierdirektor Eugene Lapiere sagte: "Leider steht die Chance auf Regen auch für Sonntag bei hundert Prozent." Deshalb gibt es auch schon einen Notfallplan für mögliche Überstunden am Montag.

Absagen für US Open

Noch vor dem ersten Ballwechsel sind derweil die US Open um zwei Haupt-Attraktionen ärmer.

Eine Woche vor Beginn des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres sagten die Weltranglistenerste Serena Williams (USA) und Titelverteidiger Juan Martin del Potro (Argentinien) verletzungsbedingt ab.

Auch der gebürtige Hamburger Tommy Haas und Jo-Wilfried Tsonga aus Frankreich müssen passen. Damit finden die US Open erstmals ohne die aktuelle Nummer eins im Damen-Ranking statt.

"Ich bin sehr traurig und enttäuscht"

Die 13-malige Grand-Slam-Siegerin Serena Williams laboriert an den Folgen einer Schnittverletzung an ihrem rechten Fuß, die sie bei einem Tritt in eine Glasscherbe erlitten hat.

"Ich bin sehr traurig und enttäuscht, dass ich nicht spielen kann", teilte Serena Williams auf der offiziellen Webseite der US Open mit.

Die Ärzte hätten ihr den Rat gegeben, auf eine Teilnahme an dem Turnier zu verzichten, damit die Verletzung am Fuß schnell verheilen könne. Die 28-Jährige hat in New York bislang dreimal gewonnen (1999, 2002, 2008).

Del Potro noch nicht fit

Auch Del Potro, der im Mai wegen einer Verletzung am Handgelenk operiert worden war, nachdem eine konservative Behandlung keinen Erfolg gebracht hatte, reagierte mit Enttäuschung.

"Ich bin extrem traurig, dass ich meinen Titel nicht verteidigen kann. Aber ich habe erst vor zwei Wochen mit dem Training begonnen und kann noch keine Topleistung bringen", sagte Del Potro.

Der 21-Jährige, der 2009 in einem Fünfsatz-Krimi gegen Federer in New York seinen ersten Grand-Slam-Titel gewonnen hatte, hat seit Januar und der Niederlage im Achtelfinale der Australian Open gegen den Kroaten Marin Cilic kein Match mehr bestritten.

Haas muss warten

Auch die Absage von Haas kommt nicht überraschend. Der dreimalige Viertelfinalist von New York war im Februar an der Hüfte operiert worden und arbeitet seitdem an seinem Comeback.

Tsonga, derzeit die Nummer zehn der Welt, laboriert an einer Knieverletzung.

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