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Ob Nadals Blicke zum Himmel reichen, um seine Wünsche für den neuen Boss zu realisieren? © getty

Im November soll bei der ATP ein neuer Präsident gekürt werden. Rafael Nadal äußert Wünsche für den neuen Boss der Spielervereinigung.

Von Benjamin Bauer

München - Es ist kein Geheimnis: In Spielerkreisen ist der noch amtierende ATP-Chef Etienne de Villiers alles andere als beliebt.

Der umstrittene Südafrikaner gab auf Druck der Spielervertreter seinen Abschied zum Jahresende bekannt. Sein Reform-Übereifer und die mangelnde Kommunikation mit den Spielern wurden ihm zum Verhängnis.

Im November soll nun sein Nachfolger präsentiert werden. Dabei kursieren vor allem Namen aus den USA und Australien als potenzielle Kandidaten.

Nadal hat Vorstellungen

Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic wollen als Mitglieder des ATP-Spielerrats ein gewichtiges Wort mitreden. Und Nadal stellte jetzt in einem Interview mit der französischen Sportzeitung "L'Equipe" seinen Standpunkt klar: "Ich wünsche mir, dass es ein Europäer wird und dass er nicht so arrogant ist wie de Villiers."

Die Liste der möglichen Nachfolger de Villiers ist umfangreich und besteht neben Ex-Profis vor allem aus Sportfunktionären. Wer sich letztendlich auf den auch auf der Internetseite der ATP offiziell ausgeschriebenen Posten beworben hat, ist noch nicht durchgedrungen.

Macht's BigMac senior?

Ins Gespräch brachten sich unter anderem der Vater von John McEnroe und der Ex-Profi und mehrfache Grand-Slam-Gewinner im Doppel Paul McNamee, der den Hopman-Cup veranstaltet.

Topfavorit soll allerdings Andy Anson sein. Der ATP-Direktor für Europa war vorher kaufmännischer Vorstand beim Fußball-Klub Manchester United und ist seit knapp einem Jahr im Tennis-Zirkus aktiv. Eigentlich sollte der Brite Chef beim britischen Fußballverband FA werden.

Doppelspitze denkbar

Die Suche nach einem neuen FA-Boss ist allerdings laut dem englischen "Guardian" ins Stocken geraten - und zwar deshalb, weil Anson einer der Favoriten für den Job ist und der sich jetzt aber möglicherweise für den ATP-Spitzenposten entscheiden könnte.

Denkbar ist auch die Variante, zwei ATP-Chefs zu installieren, einen für den wirtschaftlichen und einen für den sportlichen Bereich.

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