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Diego Maradona geht in London voll mit, Freundin Veronica Ojeda eher weniger © getty

Der Serbe hofft, dass ihm die "Hand Gottes" beim ATP-Finale Glück bringt - und seinen Edel-Fan von Flushing Meadows toppt.

London - Voller Körpereinsatz und kräftiges Daumendrücken: Obwohl diesmal "nur" eine kleine gelbe Filzkugel im Mittelpunkt des Geschehens stand, war Argentiniens Fußball-Idol Diego Maradona kaum zu bändigen.

Der begeisterte Tennisfan bejubelte am Montag beim ATP-Finale in London den Auftaktsieg des Serben Novak Djokovic. (DATENCENTER: Die ATP-Weltrangliste)

"Hoffentlich wird er mein Glücksbringer", sagte Djokovic und verriet, dass Maradona ihn während der gesamten Turnierwoche unterstützen werde. Der 23-Jährige setzte sich im ersten Match der Gruppe A mühelos mit 6:3, 6:3 gegen den Tschechen Tomas Berdych durch.

"Definitiv eine große Sache"

"Maradona liebt Tennis. Es macht mich sehr stolz, dass er gekommen ist, um mich zu unterstützen. Das ist definitiv eine große Sache für mich", sagte Djokovic.

Auf dem Weg zu seinem zweiten Masters-Titel nach 2008, als der Weltranglistendritte erstmals das Saisonfinale der Tennisprofis im chinesischen Shanghai gewonnen hatte, genießt Djokovic die volle Rückendeckung der legendären Nummer zehn.

Dabei hatten sich die beiden Sportgrößen erst vor wenigen Tagen in der englischen Metropole erstmals persönlich getroffen.

Freundschaft währt seit 2007

Ein Journalist habe ihm einmal erzählt, dass Maradona gerne seine Matches anschaue. Daraufhin hatte Djokovic dem ehemaligen argentinischen Fußball-Nationaltrainer ein signiertes Racket zukommen lassen.

Die Antwort des ehemaligen Weltmeisters folgte prompt: Maradona schickte dem Wahl-Monegassen ein unterschriebenes Trikot.

Seit nunmehr drei Jahren sind die beiden freundschaftlich verbunden. "Maradona ist eine große Persönlichkeit die man auf der ganzen Welt kennt und vielleicht der beste Fußballer aller Zeiten", lobt Djokovic den 50-Jährigen in höchsten Tönen.

"Optimaler Start ins Turnier"

Als sich der Argentinier 1986 in Mexiko mit Hilfe der "Hand Gottes" und seiner genialen Spielweise den WM-Titel sicherte, war Djokovic gerade erst geboren.

24 Jahre nach Maradonas größtem Erfolg möchte sich der Serbe in London die Krone der Tennisspieler aufsetzen. Beim Saisonfinale der acht besten Einzelspieler hat Djokovic durch den Auftaktsieg gegen Berdych einen "optimalen Start ins Turnier" erwischt.

Am Mittwochabend trifft er in seinem zweiten Match auf den Weltranglistenersten Rafael Nadal aus Spanien, bevor im letzten Gruppenspiel am Freitag der US-Amerikaner Andy Roddick (Nr. 8) wartet.

Im Halbfinale gegen Federer?

Mit zwei weiteren Erfolgen würde Djokovic als Gruppensieger wahrscheinlich einem Halbfinal-Duell Roger Federer (Schweiz/Nr. 2) aus dem Weg gehen.

Obwohl Nadal drei der vier Grand-Slam-Turniere in diesem Jahr gewinnen konnte, ist Federer nach den letzten Erfolgen in Stockholm und Basel der Favorit auf den Turniersieg in London.

Bei den US Open 2010 setzte sich Djokovic im Hablfinale gegen Federer durch und unterlag anschließend im Finale Nadal in vier Sätzen.

Gemeinsames Training verabredet

Auch damals hatte Djokovic einen prominenten Fan: US-Schauspieler Robert de Niro dürckte auf der Tribüne die Daumen für den Serben. Vielleicht erweist sich Maradona in London als besserer Glücksbringer.

In einer gemeinsamen Trainingsstunde während dieser Woche will der mit allen Wassern gewaschene Weltstar seinem jungen Freund jedenfalls noch einige Tricks verraten.

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