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Roger Federer wurde bereits vier Mal zum Weltsportler des Jahres gekürt © getty

Der Schweizer beendet das Jahr so, wie er es begonnen hatte: Mit einem Turniersieg. Die neue Saison geht er mit Zuversicht an.

London - Für Roger Federer endete das Tennis-Jahr 2010 so, wie es begonnen hatte: Mit einem Turniersieg (DATENCENTER: Die ATP-Weltrangliste).

Beim ATP-Traumfinale in London setzte sich der Schweizer in einem hochklassigen Match mit 6:3, 3:6, 6:1 gegen den spanischen Weltranglisten- ersten Rafael Nadal durch.

Mit seinem fünften Turniersieg in diesem Jahr feuerte der 29-Jährige einen deutlichen Warnschuss in Richtung seiner Rivalen ab und erteilte Spekulationen über ein mögliches Karriereende eine eindeutige Absage.

Federer zieht mit Legenden gleich

"Daran habe ich bislang keine Gedanken verschwendet, das ist für mich kein Thema. Ich hoffe, noch viele Jahre spielen zu können. Für die Saison 2011 habe ich ein sehr gutes Gefühl", sagte Federer, der zuletzt sogar seine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio in Aussicht gestellt hatte.

Während der Spanier Nadal weiter auf seinen ersten Erfolg beim Saisonfinale warten muss, holte King Roger bereits zum fünften Mal die Tenniskrone und zog mit den Rekordhaltern Pete Sampras und Ivan Lendl (beide USA) gleich.

"Meine Leistungen in dieser Woche waren sehr gut. Ich habe mir das Beste bis zum Schluss aufbewahrt", sagte Federer.

Lob von Nadal

Ein großes Lob kassierte der Schweizer vom unterlegenen Nadal, der in diesem Jahr mit den French Open, Wimbledon und den US Open drei Grand-Slam-Turniere in Serie gewonnen hatte.

"Er hat unglaublich gespielt und verdient gewonnen. Wenn er so spielt, dann ist er auf diesem Belag nur sehr schwer zu besiegen", sagte Nadal.

"Nadal-Fluch" besiegt

Auch in der Schweizer Presse wurde der Grand-Slam-Rekordgewinner entsprechend gefeiert. "Federer zieht Nadal die Hörner", titelte am Montag die Tageszeitung "Blick".

Laut der Basler Zeitung hat Federer in London endlich den "Nadal-Fluch" besiegt.

Federer von Beginn an dominant

"Es war ein großartiges Match mit fantastischen Ballwechseln", sagte der Sieger. Gleich im ersten Aufschlagspiel der Partie zeigte der Schweizer, was ihn in der zweiten Saisonhälfte so stark gemacht hat:

Ein Ass, ein direkter Punktgewinn mit der Vorhand und ein Winner mit der Rückhand. Im zweiten Durchgang musste Federer nach einem Aufschlagverlust im vierten Spiel den einzigen Satzverlust des Turniers hinnehmen.

Nach nur 97 Minuten beendete der "FedExpress" das Duell der beiden besten Tennisspieler der Welt mit einer platzierten Vorhand und kassierte dafür eine Siegprämie in Höhe von umgerechnet rund 1,23 Millionen Euro.

Neuer Trainer bringt Aufwind

Für den 16-maligen Major-Sieger war es bereits der 66. Turniersieg seiner Karriere. Der fünf Jahre jüngere Nadal gewann bislang 43 Turniere. Im direkten Vergleich der beiden Superstars hat Nadal mit 14:8 Siegen aber immer noch deutlich die Nase vorn.

Insbesondere Trainer Paul Annacone, den Federer im August 2010 kurz vor Beginn der US Open in sein Team geholt hatte, scheint großen Anteil am Erfolg des wiedererstarkten Champions zu haben.

Der Champion wirkt mental stärker als noch zur Mitte der Saison und ist auch körperlich bestens austrainiert.

Gemeinsam mit dem ehemaligen Trainer von Pete Sampras feierte Federer drei Turniersiege in zwei Monaten. Eine eindeutige Kampfansage für die kommende Saison.

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