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Philipp Petzschner holte im Einzel seinen einzigen Turniersieg 2008 in Wien © getty

Vor den Australian Open backt Philipp Petzschner im SPORT1-Interview kleine Brötchen. Er erläutert auch seine Doppel-Planung.

Von Rainer Nachtwey

München - Nach langer Verletzungspause ist er zurück - aber sein Selbstvertrauen noch nicht ganz.

Philipp Petzschner, der sich im September einen Bänderriss im rechten Knöchel zuzog und auf Mallorca auf Krücken zum Traualtar humpelte, schlägt vor den Australian Open im SPORT1-Interview leise Töne an - zumal er sich Down Under meistens unter Wert verkaufte.

Der Davis-Cup-Spieler, in der Weltrangliste derzeit auf Rang 59 notiert, nennt zwei Kandidaten für eine Überraschung.

Nach seinem Wimbledon-Triumph im Doppel im Vorjahr erläutert der 26-Jährige zudem, an wessen Seite er auch künftig aufschlägt.

SPORT1: Herr Petzschner, nach den US Open mussten Sie verletzungsbedingt lange pausieren. Wieviel Prozent Ihrer Leistungsfähigkeit haben Sie bereits wieder erreicht?

Philipp Petzschner: Es fehlt mir auf jeden Fall noch Wettkampfpraxis. Ich gehe davon aus, dass ich aktuell bei ungefähr 80 Prozent bin. Bis zu den Australian Open werde ich mich sicher noch steigern.

SPORT1: Wie beurteilen Sie Ihre Vorbereitung bisher?

Petzschner: Die Vorbereitung ist soweit gut verlaufen. Aber ich habe schon gemerkt, dass die Verletzung bei meiner körperlichen Fitness Spuren hinterlassen hat.

SPORT1: Bei den Australian Open 2010 verloren Sie nach deutlicher Führung gegen Florian Mayer. Denken Sie noch gelegentlich an dieses Match?

Petzschner: Natürlich denke ich hin und wieder an dieses Spiel. Das war sehr bitter für mich. Aber es ist mittlerweile abgehakt, da ich es sowieso nicht mehr ändern kann.

SPORT1: Bisher war stets in der ersten Runde Schluss. Was macht Sie zuversichtlich, dass es 2011 besser wird?

Petzschner: Ich komme immer besser in Form und daher bin zuversichtlich, das ein oder andere Match zu gewinnen.

SPORT1: Welcher Spieler wird den Topfavoriten Rafael Nadal und Roger Federer am gefährlichsten?

Petzschner: In erster Linie Andy Murray. Aber auch eine Handvoll anderer Spieler kann die beiden an einem guten Tag schlagen.

SPORT1: Wen haben Sie da im Auge?

Petzschner: Zum Beispiel meinen Doppelpartner Jürgen Melzer. Er ist momentan verdammt gut drauf! Auch Marcos Baghdatis kann für eine Überraschung sorgen.

SPORT1: Wie lauten Ihre sportlichen Ziele 2011?

Petzschner: Das wichtigste ist, dass ich verletzungsfrei bleibe. Ich würde gerne an die Leistungen des vergangenen Jahres anknüpfen.

SPORT1: Ihre größten Erfolge feierten Sie 2010 im Doppel. Worauf konzentrieren Sie sich in Zukunft?

Petzschner: Nach wie vor steht das Einzel an erster Stelle. Ich kann aber nicht leugnen, dass ich auch sehr gerne Doppel spiele.

SPORT1: Im Doppel treten Sie meist an der Seite des Österreichers Melzer an. Zuletzt hieß Ihr Doppel-Partner Alex Peya. Werden diese deutsch-österreichischen Kombinationen fortgeführt?

Petzschner: Ich werde nach den Erfolgen des vergangen Jahres mit Melzer weiterspielen. Denn wir ergänzen uns hervorragend und haben sehr viel Spaß miteinander - auf und neben dem Platz.

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