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Boris Becker wurde 1986 und 1989 zu Europas Sportler des Jahres gewählt © getty

Boris Becker legt sich einmal mehr mit dem DTB an. Er hat Verbesserungsvorschläge, mag sie aber nicht selbst umsetzen.

München - Boris Becker hat abermals den Deutschen Tennis Bund (DTB) kritisiert und den deutschen Spitzenspielern das Zeug zu einem Grand-Slam-Sieger abgesprochen.

"Es sind unglückliche Zustände im deutschen Tennis und im Verband", sagte Becker im Gespräch mit "Sport Bild". (DATENCENTER: Die WTA-Weltrangliste)

Er erläuterte :"Wir brauchen ein zukunftsorientiertes System. Das sehe ich im Moment nicht."

Dabei habe Tennis in Deutschland nach wie vor ein Riesenpotenzial: "Es müsste ein neuer Sportdirektor her, der alles steuert, inklusive Kaderplanung und Trainerauswahl. Leider kochen zu viele ihr eigenes Süppchen."

Kein Dank für Hamburg

Becker selbst, einst Sportwart und Davis-Cup-Teamchef des DTB, steht für ein Amt im Verband derzeit nicht zur Verfügung: "Da passe ich momentan nicht hin."

Dabei, so Becker weiter, sei er ja unter anderem in seinen fünf Jahren als Turnierdirektor in Hamburg "durchaus erfolgreich" gewesen: "Dafür hat man sich auch nicht wirklich bedankt bei mir."

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

"Langer Weg für Haas zurück"

Die deutschen Spieler wie Philipp Kohlschreiber, Philipp Petzschner oder Florian Mayer hält Becker zwar für einigermaßen talentiert, schränkt aber ein:

"Bei großen Turnieren fehlt etwas. Über zwei Wochen kann keiner Weltklasseniveau halten."

Nach wie vor hofft der 42-Jährige auf ein Comeback des langzeitverletzten Tommy Haas: "So einen Abgang hat er nicht verdient. Aber eine Hüft-OP ist ein schwerer Eingriff. Das ist ein sehr langer Weg zurück."

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