vergrößernverkleinern
Tommy Haas hat in seiner Karriere zwölf Einzeltitel gesammelt © getty

Der Routinier verliert bei seinem Comeback das erste Match im Doppel. Petzschner und Mayer siegen souverän, Schüttler patzt.

München - Mit einer knappen Niederlage hat das Comeback von Tommy Haas begonnen.

Nach einer 14-monatigen Verletzungspause unterlag der 33-Jährige im Doppel-Wettbewerb an der Seite des Tschechen Radek Stepanek mit 6: 2, 3:6, 8:10 gegen das routinierte Duo Simon Aspelin/Paul Henley (Schweden/Australien).

"Es war eine schöne Erfahrung, leider hat es nicht ganz gereicht", sagte Haas. Im Einzel tritt er in München nicht an, dies will er eventuell in der kommenden Woche in Madrid nachholen. Im Einzel tritt Haas in München nicht an.

Am "deutschen Tag" hatten zuvor die Davis-Cup-Spieler Florian Mayer und Philipp Petzschner ohne große Probleme die zweite Runde des ATP-Turniers in München erreicht.

Mayer und Petznschner souverän

Zunächst gewann Mayer souverän mit 6:1, 6:2 gegen den belgischen Qualifikanten Steve Darcis.

Petzschner setzte sich danach ähnlich überzeugend mit 6:1, 6:4 gegen den Kroaten Ivan Dodig durch, der in der Weltrangliste immerhin 33 Plätze besser notiert ist.

Petzschner trifft nun auf Michail Juschni aus Russland (Tag 2 ab 14.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) .

Gegen den Titelverteidiger hatte der Bayreuther im Vorjahr im Halbfinale verloren.

Offene Rechnung für Petzschner

"Flo und ich haben sehr gute Leistungen gebracht", sagte Petzschner nach seinem Auftakterfolg.Optimistisch sieht der 27-Jährige, derzeit die Nummer 76 der Weltrangliste, deshalb auch seinem Wiedersehen mit Vorjahressieger Juschni entgegen.

"Es wird sehr tough, aber ich habe noch eine schöne Rechnung mit ihm offen", sagte Petzschner, der sich nach eigenem Bekunden "viel vorgenommen" hat für die Woche auf der Anlage des MTTC Iphitos am Aumeisterweg.

"Ich habe mich akribisch vorbereitet. Ich will wieder ins Halbfinale", erklärte er zu seinen Zielen. Außerdem, ergänzte er, habe er Juschni schon im vergangenen Jahr am Rande einer Niederlage gehabt.

Mayer hochzufrieden

Für Rainer Schüttler war sein erstes Match bei den mit 450.000 Euro dotierten BMW Open dagegen bereits sein letztes.

Er scheiterte mit 6:3, 4:6, 3:6 an Teimuras Gabaschwili. Der Russe ist der nächste Gegner von Mayer, der die zweite Runde in knapp einer Stunde Spielzeit und zugleich als erster der insgesamt zehn Deutschen im Hauptfeld erreicht hatte.

[kaltura id="0_ynij2z3l" class="full_size" title="Haas scheitert bei Comeback"]

"Es gibt nichts zu meckern", sagte der 27 Jahre alte Bayreuther nach seiner sehr überzeugenden Vorstellung, "ich habe sehr gut gespielt und mich gut bewegt. Man hat einen Klassenunterschied gesehen".

Furchtloser Franke

Mayer wird derzeit auf Rang 35 der Weltrangliste geführt und ist damit nominell der beste deutsche Tennisspieler: "Ein schönes Gefühl, aber nur eine Momentaufnahme", sagte er dazu.

Eine Prognose für den weiteren Turnierverlauf wollte sich der Franke, dem bei seiner dritten Teilnahme in München der erste Sieg gelang, nicht entlocken lassen.

"Es gibt keinen, vor dem man groß Angst haben muss. Wenn ich gut spiele, kann ich jeden schlagen, wenn ich schlecht spiele, gegen jeden verlieren."

Immerhin ließ Mayer wissen, dass er sich nun "bereit" fühle, in München zu spielen.

Top 30 als Ziel

Nachfragen, wie diese kryptische Aussage zu verstehen, blockte Mayer ab. Er wolle sich darauf konzentrieren, bis zum Grand-Slam-Turnier in Wimbledon ab 20. Juni unter die ersten 30 der Weltrangliste zu kommen, "ich bin gerade in einer gute Phase, in einem guten Tennisalter".

Im Alter von 20, 21 Jahren sei er "noch nicht bereit für die große Tenniswelt" gewesen, jetzt aber fühle er sich gut, "mir machts Spaß, auch die Rumreiserei".

Kohlschreiber im Eiltempo

Philipp Kohlschreiber aus Augsburg gewann sein Auftaktmatch gegen den Kolumbianer Robert Farah nach anfänglichen kleinen Schwierigkeiten mit 6:3, 6:1.

Der Turniersieger von 2007 trifft nun auf Denis Gremelmayr, der sich gegen Robin Haase aus den Niederlanden mit 6:4, 4:6 und 6:4 durchsetzte.

`Es ist erst die erste Runde, aber wir sind momentan ein sehr gutes Davis-Cup-Team", sagte Kohlschreiber zum gelungenen Turnierauftakt der drei besten deutschen Einzelspieler.

Reister gewinnt deutsches Duell

Qualifikant Julian Reister setzte sich im deutschen Duell gegen Daniel Brands durch.

Mit einem 7:6 (7:1), 6:1 zog die Nummer 94 der Weltrangliste in die zweite Runde bei der mit 450..000 Euro dotierten Veranstaltung ein.

Der 25 Jahre alte Reister trifft nun auf den Sieger des russischen Duells zwischen Nikolai Dawydenko und Andreij Kusnezow.

Brown mit Überraschungssieg

Dustin Brown aus Winsen an der Aller hat indes für die erste große Überraschung gesorgt.

Der 26 Jahre alte Deutsch-Jamaikaner, der nur mit einer Wildcard in das Hauptfeld gekommen war, besiegte in der ersten Runde der mit 450.000 Euro dotierten Veranstaltung den an Nummer zwei gesetzten Schweizer Stanislas Wawrinka, in der Weltrangliste derzeit auf Position 14 geführt, nach 2:14 Stunden mit 6:7 (6:8), 6: 4, 7:5.

Damit stehen sechs von zehn gestarteten Deutschen in der zweiten Runde.

`Man muss nur dran glauben, dass man diese Leute schlagen kann", sagte Brown, der nun auf Haas-Partner Stepanek trifft.

Zum Forum - hier mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel