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Philipp Petzschner ist seit 2001 Tennisprofi, 2010 gewann er im Doppel in Wimbledon © getty

Philipp Petzschner und Florian Mayer treffen im BMW-Open-Halbfinale aufeinander. Kohlschreiber unterliegt Stepanek glatt.

München - Es kann nur einen geben: Philipp Petzschner und Florian Mayer haben beim ATP-Turnier in München das Halbfinale erreicht - doch für einen der beiden Freunde wird der Traum vom Sieg nicht in Erfüllung gehen.

Die jeweils 27 Jahre alten Bayreuther Petzschner und Mayer treffen in der Runde der letzten Vier in einer Art Stadtmeisterschaft direkt aufeinander. (Sa., ab 12.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1)

Zumindest ein Deutscher aber wird damit am Sonntag um das Preisgeld von 68. 650 Euro und ein Cabrio für den Gewinner der mit 450.000 Euro dotierten BMW Open spielen.

Der letzte deutsche Turniersieger war 2007 Philipp Kohlschreiber.

Ein rein deutsches Endspiel kommt 2011 aber nicht zustande, denn Kohlschreiber unterlag in seinem Viertelfinale dem Tschechen Radek Stepanek in nur 74 Minuten mit 4:6, 0:6. Zwei Deutsche hatten in München zuletzt 1994 in der Runde der letzten vier gestanden, Bernd Karbacher und der spätere Turniersieger Michael Stich.

"Flo ist Favorit"

Petzschner erreichte das Halbfinale durch ein 7:6 (7:3), 7:6 (8: 6) gegen Potato Starace aus Italien, Mayer setzte sich anschließend nach hochklassigen 2:22 Stunden mit 7:6 (7:4), 3:6, 6:4 gegen die Rogerer-Federer-Kopie Grigor Dimitrow aus Bulgarien durch. (DATENCENTER: Die Ergebnisse von München)

"Flo ist leichter Favorit", sagte Petzschner, als Nummer 76 der Weltrangliste die deutsche Nummer drei, vor dem Duell.

"Will gewinnen"

Mayer wird weltweit derzeit auf Position 35 und damit als bester Deutscher geführt.

"Flo hat Vorteile, er hat bislang eine überragende Saison gespielt, ich war dieses Jahr erst zwei, drei Wochen konstant", betonte der Petzschner.

Für Petzschner war es das erklärte Ziel in München, wie im Vorjahr das Halbfinale zu erreichen - doch das reicht ihm nun nicht mehr:

"Jetzt bin ich hier, jetzt will ich natürlich auch gewinnen, das ist sonnenklar."

[kaltura id="0_qnbs3pgd" class="full_size" title="Halbfinale Mayer trifft auf Petzschner"]

Titelverteidiger ausgeschaltet

Vor einem Jahr war er am späteren Turniersieger Michail Juschni gescheitert, den Russen besiegte er diesmal in der zweiten Runde.

Vor seinem Gegner im Halbfinale ist ihm keinesfalls bange.

"Ich", sagte er kess auf die Frage nach dem Favoriten auf den Turniersieg, fügte allerdings hinzu: "Im Halbfinale stehen vier verdammt gute Spieler."

Aufschlag entscheidend

Petzschner agierte gegen Starace nicht so druckvoll, wie er sich das vorgestellt hatte, konnte sich aber auf sein Service verlassen.

"Die beste Aufschlagleistung der letzten Jahre" sei das gewesen, "mit dem Aufschlag habe ich mir vieles leichter gemacht, ich bin froh, dass ich irgendwie durchgekommen bin."

Mit seinen ersten Aufschlägen gewann Petzschner in der Tat stattliche 83 Prozent der folgenden Ballwechsel.

Beim Stand von 5:6 wehrte er zunächst zwei Satzbälle jeweils mit einem Ass ab, das erste gelang ihm sogar mit dem zweiten Aufschlag.

Auch ein Rückstand von 3:5 im anschließenden Tie-Break brachte ihn danach nicht aus der Ruhe. Nach einer Spielzeit von 1:46 Stunden nutzte Petzschner dann seinen zweiten Matchball.

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