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Roger Federer (li., mit Pete Sampras) spielte seit 2004 285 Wochen als Nummer eins © getty

Der Schweizer will den Tennis-Thron "kurzfristig" zurückerobern und wähnt sich bereit, weit über Olympia hinaus zu spielen.

München - Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer denkt noch längst nicht an Rücktritt.

"Ich sehe mich mental in der Lage, noch viele Jahre lang zu spielen", sagte der Weltranglistendritte im Gespräch mit der "FAZ": "Ich habe bis zu den Olympischen Spielen 2012 in London schon fest geplant, und jetzt fängt die Planung für die Zeit danach an."

Die Tatsache, dass er als langjährige Nummer eins der Welt mittlerweile dem Spanier Rafael Nadal und dem Serben Novak Djokovic den Vortritt lassen muss, stört Federer nicht sonderlich, dennoch drängt es ihn wieder an die Spitze.

"Kurzfristig ist es mein Ziel, wieder die Nummer eins zu werden."

"Man lernt, zu verlieren und zu gewinnen"

Seine knapp zweijährigen Zwillingstöchter Myla und Charlene kann sich Federer durchaus mit dem Schläger in der Hand vorstellen.

"Es kann sicherlich sein, dass sie eher zum Tennis kommen als zu anderen Sportarten", sagte der Schweizer, dessen Ehefrau Mirka einst selbst auf der WTA-Tour spielte.

Es sei allerdings nicht das Ziel, die Kinder ausschließlich für Tennis zu begeistern: "Uns würde es Spaß machen, wenn sie viele Sportarten betreiben würden. Man lernt, zu verlieren und zu gewinnen. Darum geht es und nicht darum, sie zu Superstars im Tennis zu formen."

Sie "nannte diese Zahl"

Am 8. August wird Federer 30 Jahre alt, bei einem kürzlichen Besuch in Äthiopien wurde er immerhin schon auf 45 taxiert.

"Beim Essen in Äthiopien fragte mich ein Mädchen, wie alt ich sei, und ich habe sie schätzen lassen", erzählte er: "Sie sagte, es falle ihr schwer, bei Weißen das Alter zu bestimmen, und nannte dann diese Zahl."

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