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Phillip Kohlschreiber konnte in seiner Karriere bislang zwei ATP-Turniere gewinnen © imago

Nach Petzschner und Kohlschreiber zieht in Halle auch Florian Mayer in die Runde der letzten Acht. Doch der Bayreuther hat Mühe.

Halle/Westfalen - Philipp Kohlschreiber klettert aus seinem Tief, Florian Mayer ist dank seiner Nervenstärke weiter im Hoch und Philipp Petzschner bestätigt seine Stärke auf Rasen:

Das deutsche Davis-Cup-Trio tankte mit dem geschlossenen Einzug ins Viertelfinale des ATP-Turniers im westfälischen Halle Selbstvertrauen für das kommende Saisonhighlight in Wimbledon (DATENCENTER: ATP-Turnier in Halle).

Der Augsburger Kohlschreiber zeigte nach durchwachsenen Wochen wieder die Konstanz, die ihm abhanden gekommen schien. Der in der Weltrangliste auf Platz 49 zurückgefallene Rechtshänder bezwang den Ukrainer Alexander Dolgopolow mit 6:3, 7:6 (7:5).

"Es ist gut mal wieder einen Top-20-Spieler zu schlagen", meinte Kohlschreiber und verbesserte sich sofort: "Ok, er ist die 21."

Raus aus dem Tal?

"Das tut sehr gut, da ich in letzter Zeit nicht solche Siege errungen habe", sagte Kohlschreiber nach der Partie bei SPORT1 und blickte voraus: "Wenn ich noch so einen Sieg schaffe, könnte es endlich ein Aufstieg aus dieser Talfahrt sein."

Dieser kleine Unterschied spielte für die Glücksgefühle des Mannschaftsweltmeisters von Düsseldorf allerdings keine Rolle.

"Siegen ist die beste Heilung", sagte "Kohli" und fügte hinzu: "Jetzt will ich mich noch länger über diesen Erfolg freuen und noch nicht nach vorne schauen."

In der nächsten Runde bekommt es Kohlschreiber mit Titelverteidiger Lleyton Hewitt (Australien) zu tun.

Mayer mit Problemen

Derart souverän wie Kohlschreiber, der keinen einzigen Breakball zuließ, agierte die deutsche Nummer eins Mayer nicht. Der Bayreuther musste gegen den leichtfüßigen Taiwanesen Yen-Hsun Lu in den dritten Satz.

Mit dem sechsten Breakball durchbrach Mayer endlich den Aufschlag seines Kontrahenten zum Matchgewinn. Nach dem 7:6 (7:4), 3:6, 6:4 trifft Mayer in der nächsten Runde auf den an Position drei gesetzten Franzosen Gael Monfils.

[kaltura id="0_gjhkozhb" class="full_size" title="Kohlschreiber Tennis lebt in Deutschland "]

"Bin mit meinem Aufschlag zufrieden"

"Ich habe mich erst im letzten Spiel getraut, offensiver zu returnieren", sagte Mayer, der froh war, sich in "diesem intensiven Match" durchgesetzt zu haben: "Man kann nicht immer optimal spielen. Aber mit meinem Aufschlag und dem Grundlinienspiel bin ich zufrieden."

Petzschner bezwingt den Aufschlagriesen

Entspannt unter dem Tribünendach verfolgte der dritte im Bunde, Philipp Petzschner (Bayreuth), die Begegnung.

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Der Doppel-Wimbledonsieger des vergangenen Jahres hatte seine Achtelfinalaufgabe gegen den Spanier Daniel Gimeno-Traver bereits einen Tag zuvor mit Bravour gelöst (Bericht) und bereitete sich bereits mental auf die Hürde Milos Raonic vor.

Der 1,96 Meter große Aufschlagriese gilt beim mit 750.000 Euro dotierten Rasenturnier als Mitfavorit auf den Titel. Petzschner muss sich auf Aufschläge mit Geschwindigkeiten von über 230 Stundenkilometern gefasst machen.

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