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Der Schweizer Roger Federer stand 285 an der Spitze der Weltrangliste © getty

In Montreal hat Roger Federer schon vor dem ersten Auftritt etwas zu feiern. Für Novak Djokovic beginnt ein neues Zeitalter.

Von Annette Bachert

München - Eine Legende wird dreißig. Das klingt merkwürdig, denn zu Legenden werden die meisten Sportler erst in späteren Jahren.

Aber Roger Federer hat sich diesen Beinamen schon mehr als verdient.

Mit 67 Turniersiegen und 16 Grand-Slam-Titeln ist der Schweizer jetzt schon einer der erfolgreichsten Tennis-Spieler, die es je gab.

Und wenn es nach ihm geht, wird er seinen Legenden-Status bestätigen: "Jetzt hoffe ich einfach, dass die nächsten zehn Jahre so schön werden wie die vergangenen."

Dass er fünf sechs Jahre älter ist als seine größten Konkurrenten, stört ihn überhaupt nicht: "Ich fühle mich nicht wie Dreißig."

Letzter großer Triumph lange her

Dennoch hat er vor allem gegenüber Novak Djokovic (24) und Rafael Nadal (25) zuletzt an Boden verloren. Seinen letzten Sieg bei einem Grand-Slam-Turnier feierte er im Januar 2010 in Melbourne.

In der Weltrangliste ist er nur noch Dritter.

Beim ATP-Turnier im kanadischen Montreal (täglich ab 18 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) kann er nun allen beweisen, dass er noch nicht zum alten Eisen gehört und die jüngeren Spieler ihn noch nicht überholt haben.

Top Vier sind am Start

Einer davon ist Novak Djokovic und auch für ihn beginnt in Kanada ein neues Zeitalter. Der "Djoker" geht zum ersten Mal als Nummer eins der ATP-Weltrangliste an den Start.

Denn seit seinem Wimbledon-Triumph Anfang Juli und dem damit verbundenen Aufstieg auf den Tennis-Thron hat man den Serben nicht mehr auf dem Tennis-Court gesehen. Doch jetzt ist es soweit.

Beim Rogers Cup in Montreal greift der Serbe wieder an. Und mit ihm seine ärgsten Verfolger: Rafael Nadal, Andy Murray und Federer.

Nadal will den ersten Sieg

Neben dem Nummer-eins-Status sollte den 24-jährigen Djokovic auch beflügeln, dass er auf Hardcourt in diesem Jahr noch ungeschlagen ist und in 49 Partien überhaupt nur eine Niederlage (Federer im French-Open-Halbfinale) einstecken musste.

Nadal will seine persönliche Bilanz beim Rogers Cup aufbessern. In den letzten drei Jahren kam der Spanier nicht über das Halbfinale hinaus, als einziger der großen Vier konnte er das Turnier in Kanada noch nie gewinnen.

Bei dem ersten der drei Vorbereitungsturniere auf die US Open (29.08. ? 11.09.2011) treten neben den großen Vier unter anderem auch Gael Monfils, Mardy Fish, Tomas Berdych und Nicolas Almagro als weitere Top-Ten-Spieler an.

[kaltura id="0_f3z6d9y2" class="full_size" title="Roger Federer im Spieler Portrait"]

SPORT1 fasst die Fakten zum Rogers Cup zusammen:

Sieger 2010: Andy Murray. Der Schotte gewann auch 2009 und hat nun nach Ivan Lendl (1987-89) die Chance, als zweiter Spieler den Rogers Cup dreimal in Serie zu gewinnen.

Teilnehmerfeld: Mit Djokovic, Nadal, Federer und Murray sind die ersten vier Spieler der ATP-Weltrangliste am Start. Der DTB ist durch Philipp Kohlschreiber, Florian Mayer, Philipp Petzschner und Tobias Kamke vertreten. Insgesamt stehen 56 Spieler im Hauptfeld.

Preisgeld insgesamt: 2.430.000 Dollar

Preisgeld für den Sieger: 450.000 Dollar

Weltranglisten-Punkte: Sieg: 1.000, Finalist: 600, Halbfinale: 360, Viertelfinale: 180

Austragungsort: Montreal und Toronto im jährlichen Wechsel. Die WTA-Tour gastiert jeweils in der anderen Stadt.

Die deutschen Erstrunden-Duelle:Philipp Kohlschreiber - Sergej StachovskyFlorian Mayer - Richard GasquetPhilipp Petzschner - Gilles SimonTobias Kamke - Fernando Verdasco Die ersten acht Spieler der Setzliste sind mit Freilosen ausgestattet und stehen somit bereits in Runde zwei

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