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Roger Federer gewann bisher 13 Grand-Slam-Titel © getty

Für Roger Federer war 2008 ein Jahr voller Rückschläge. Sport1.de erklärt warum das neue Jahr für ihn einfacher wird.

Von Benjamin Bauer

München - Im Jahr 2008 musste Roger Federer etliche Tiefschläge hinnehmen.

Krankheit, Verlust des Wimbledon-Titels und der Nummer eins an Rafael Nadal.

Lediglich die Olympische Goldmedaille im Doppel an der Seite von Stanislas Wawrinka und der Titel bei den US Open lassen das Tennis-Jahr 2008 versöhnlich erscheinen.

Harte Rückschläge

Ansonsten zog der Schweizer im Duell gegen Rafael Nadal den Kürzeren. Die Demütigung im French-Open-Finale und die Niederlage im Endspiel von Wimbledon wiegen neben der Ablösung von Position eins der Weltrangliste schwer.

Doch zum Jahresende zeigte die Leistungs- und Erfolgskurve von Federer nach oben - und die von Nadal physisch bedingt nach unten.

Auch für 2009 stehen die Chancen für "King Roger" gut, zurück auf den Thron zu gelangen und Rafael Nadal wieder abzulösen.

Sport1.de nennt die Gründe:

Die Gesundheit

Trotz Pfeifferschen Drüsenfieber zu Beginn des Jahres behauptete sich Federer als Nummer zwei der Welt. Von der Krankheit geschwächt verlief die Vorbereitung auf die vergangene Saison nicht optimal.

Doch diese Schwächung ist passé. Im Gegensatz zu Rafael Nadals Gesundheitszustand. Der Spanier ist von Knieproblemen geplagt und musste schweren Herzens am Saisonende sogar die Teilnahme am Davis-Cup-Finale absagen.

Der Rollenwechsel

Des Weiteren lastet auf Nadal enormer Druck. Er ist erstmals nicht mehr Jäger sondern der Gejagte.

Nach dem äußerst erfolgreichen Jahr 2008 hat der Spanier viele Punkte zu verteidigen. Speziell bei den Masters-Series-Turnieren der 1000er-Serie hat Federer die Möglichkeit, Boden gutzumachen.

Der Schweizer gewann kein Turnier dieser Kategorie und kann eine Menge Punkte sammeln während Nadal Mühe haben wird, die 2008 errungenen Punkte zu verteidigen.

Das neue Punktesystem

Auch das neue Punktesystem der ATP spielt dem Schweizer zukünftig unter Umständen in die Karten: 2008 erreichte er bei allen Grand-Slam-Veranstaltungen mindestens das Halbfinale.

Im kommenden Jahr würde diese Konstanz weiter belohnt und ein Ausscheiden in frühen Runden fiele stärker ins Gewicht. Die letzte Niederlage Federers vor den Semifinals liegt bereits 18 Grand-Slam-Turniere zurück.

Die Vielseitigkeit

Dass Nadal spielerisch speziell auf den schnellen Belägen aufgeholt hat, ist unbestritten und wird nicht nur durch den Wimbledon-Sieg verifiziert.

Dennoch ist Federer neben Novak Djokovic der vielseitigste und kompletteste Spieler auf der Tour. Federer kann sich auch 2009 auf seine Stärken verlassen und muss nicht auf Schwächen der Konkurrenz hoffen.

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