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Die Siegerschecks werden 2009 mit höheren Summen ausgefüllt © getty

2009 ändert sich einiges im Herren-Tennis. Es gibt mehr Geld und in Deutschland folgen zwei Herren-Turniere aufeinander.

Von Benjamin Bauer

München - Von Finanzkrise keine Spur. Auf der ATP-Tour geht es im neuen Jahr um noch größere Summen als noch vor zwei Jahren. Um 33 Prozent steigt das Preisgeld aller Turniere auf insgesamt 80,7 Millionen Euro.

Diese Steigerung hat die ATP hübsch benannt: "Player compensation - Spieler-Entschädigung heißt der Mantel, unter dem die Preisgelderhöhung versteckt wird.

Damit sich die Spieler aber nicht nur die Rosinen des Turnierkalenders rauspicken, gilt folgende neue Regel: Bei acht der neun Turniere der Masters-Series müssen die Topspieler antreten.

Wer sich unentschuldigt eine Auszeit nimmt, erhält Minuspunkte. Doch es gibt auch Ausnahmen für Vielspieler und die Tour-Oldies. Akteure, die mehr als zwölf Jahre bereits Profis sind oder mindestens 600 Matches auf der Tour bestritten haben, sind von der neuen Regel befreit. Das betrifft unter anderem Roger Federer, (Fehlstart für Federer) , Andy Roddick und Nicolas Kiefer.

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Änderungen hat die ATP auch am Turnierkalender vorgenommen. Mit an Bord der ATP-Tour ist nun auch ein Turnier im südafrikanischen Johannesburg. Dort wurde bereits bis 1995 gespielt und der letzte Gewinner war ein Deutscher: Martin Sinner.

Insgesamt gastiert die Tour mit ihren 63 Turnieren in 31 Ländern auf allen Kontinenten.(Tennis-News auf Ihr Handy)

Transparenteres System

Eine der wichtigsten Reformen ist die Umbenennung der Turnierkategorien. Durch die neuen Namen wird ab jetzt klar, wie viel Weltranglisten-Punkte beim jeweiligen Turnier zu holen sind.

Die neun Turniere der Masters Series werden in Zukunft "Masters 1000" heißen, die elf Turniere der International Series Gold heißen jetzt "500" und bei den restlichen 41 Turnieren der ehemaligen International Series gibt es "250" Punkte. Das Weltranglisten-System wird durch diese Reform transparenter.

Neu im Programm ist ein Masters-Turnier in Schanghai im Oktober. Dafür wechselt das Masters in Madrid vom Oktober in den Mai und ersetzt das Turnier am Hamburger Rothenbaum.

Statt in der Halle auf Hartplatz spielt man nun auf Sand unter freiem Himmel. Hamburg findet nun im Anschluss an das Stuttgarter Turnier (11. bis 19. Juli 2009) statt.

In Deutschland gibt es weiterhin fünf Veranstaltungen (Hamburg, Stuttgart, Halle, München, Düsseldorf.) Mehr steigen nur in den USA (13) und in Frankreich (6).

Feierabend in Kitzbühel

Das ATP-Finale der besten acht Spieler am Ende des Jahres wechselt von Schanghai nach London.

Gestrichen ist das Turnier von Kitzbühel. Und anstatt in Adelaide wird im Januar 2009 in Brisbane gespielt

Teppich hat ausgedient

Auch eine weitere Neuigkeit ist im Bereich der Bodenbeläge zu finden. Es gibt keine Turniere mehr auf Teppich. Auch die letzten europäischen Hallen-Turniere wie St. Petersburg oder Paris-Bercy wechseln zum langsameren Hartplatz.

Außerhalb dieses Systems stehen der ARAG ATP World Team Cup und am Ende der Saison 2009 das Barclays ATP World Tour Finale in London, bei dem die besten acht Spieler der Saison - wie jetzt schon beim Masters Cup - gegeneinander antreten.

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