Rafael Nadal und Roger Federer mühen sich in Indian Wells ins Viertelfinale. Dort kommt es zum Duell. Der Spanier stapelt tief.

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Indian Wells/München - Selbst Roger Federer war ein wenig unsicher, was er vom Viertelfinale des ATP-Masters in Indian Wells halten sollte.

"Früher war dieses Match eigentlich immer ein Finale", sagte der Schweizer Maestro vor dem Giganten-Duell gegen Rafael Nadal: "Da hatten wir beide wohl ein wenig Pech bei der Auslosung."

Zum ersten Mal seit neun Jahren treffen die beiden erfolgreichsten Tennisprofis des vergangenen Jahrzehnts in der Nacht zum Freitag (ab 3 Uhr LIVE im TV auf SPORT1+) bereits vor dem Halbfinale aufeinander.

Die vorzeitige Begegnung zwischen Federer und Nadal ist jedoch das einzig ungewöhnliche Ereignis beim mit mehr als sechs Millionen Dollar dotierten Turnier in der kalifornischen Wüste.

Fab Four marschieren

Als wäre Nadal nie verletzt gewesen, zogen die üblichen Verdächtigen, genannt die "Fab Four", ins Viertelfinale ein. (DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Flankiert wurden Federer, Nadal, Andy Murray und Novak Djokovic von weiteren Hardcourt-Helden wie Jo-Wilfried Tsonga, Tomas Berdych oder Juan Martin del Potro.

Haas ohne Chance

Der Argentinier beendete den Lauf des deutschen Routiniers Tommy Haas gewohnt deutlich. Mit 6:1, 6:2 schickte der "Turm von Tandil" seinen 34 Jahre alten Widersacher ins heimische Los Angeles zurück und feierte seinen vierten Zweisatzsieg im vierten Duell.

Gerne hätte sich der ehemalige Weltranglistenzweite Haas noch einmal mit den Größten der Szene gemessen, doch ist die Weltspitze der Tennis-Tour längst zu einer Zweiklassen-Gesellschaft geworden.

Nadal noch nicht in Topform

Wie selbstverständlich gehört auch Nadal wieder zur Premium-Kategorie, trotz seiner Knieverletzung, trotz 346 Tagen, die er nicht mehr auf einem Hartplatz gespielt hatte.

Einen Durchmarsch, wie in seinen besten Zeiten, legte der 26-jährige Spanier zwar nicht hin, beim 4:6, 6:4, 7:5 gegen den Letten Ernests Gulbis blitzte Nadals Klasse bei den wichtigen Punkten jedoch wieder auf.

"Diese Siege geben mir Selbstvertrauen, sie geben mir positive Energie", sagte Nadal, der nach seinem Comeback zwei Turniere auf Sand gewonnen hatte und einmal erst im Finale gescheitert war.

Federer Favorit gegen Nadal

Das Duell mit Federer - es ist das 29. in der langen Geschichte der beiden Rivalen - erscheint Nadal trotz allem noch etwas unwirklich.

"Das Spiel gegen Roger kommt sehr früh für mich. Zu früh, wenn ich ehrlich bin. Ich glaube nicht, dass ich schon auf seinem Level spielen kann. Aber ich werde es versuchen, so wie ich es immer getan habe", sagte Nadal.

Der Weltranglistenfünfte fühlt sich wohl in der Außenseiterrolle, obwohl er in der Bilanz deutlich vorne liegt.

18 Matches hat Nadal gewonnen, Federer nur zehn - unter anderem das letzte Aufeinandertreffen im vergangenen Jahr im Halbfinale von Indian Wells.

Federer muss sich steigern

"Gegen Rafa zu spielen, ist ein Klassiker", sagte der 31-jährige Federer: "Wir haben schon so oft gegeneinander gespielt. Wir kennen uns wirklich gut - auf und abseits des Platzes. Wir wissen beide, was uns erwartet."

Und Federer weiß, dass er sich steigern muss, um seinen größten Kontrahenten zu bezwingen.

Im Achtelfinale stand der Rekord-Grand-Slam-Champion gegen seinen Landsmann Stanislas Wawrinka bereits vor dem Aus, holte im dritten Satz jedoch ein Break auf und gewann nach 2:20 Stunden 6:3, 6:7 (4:7), 7:5.

Djoker und Murray ohne Mühe

Souveräner setzten sich dagegen Novak Djokovic und Andy Murray durch.

Der Weltranglistenerste aus Serbien gewann bereits sein 21. Match in Serie und zog durch das 6:0, 7:6 (8:6) über Sam Querrey (USA) ins Viertelfinale ein. Dort trifft er auf den Franzosen Tsonga.

US-Open-Sieger Murray aus Schottland triumphierte über Carlos Berlocq (Argentinien) 7:6 (7:4), 6:4 und spielt gegen den ungesetzten Südafrikaner Kevin Anderson um den Einzug ins Halbfinale.

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