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Rafael Nadal steht aktuell auf Platz fünf der Tennis-Weltrangliste © getty

Für den Spanier beginnt in Monte Carlo die schönste Zeit des Jahres. Nadal denkt auch an die Champions League und Marco Reus.

Monte Carlo/München - Monte Carlo ist gerüstet für die Rückkehr des Sandplatzkönigs. Und Rafael Nadal scheint bestens vorbereitet für Rekordtitel Nummer neun im glamourösen Fürstentum.

Braungebrannt, mit leuchtend rotem Shirt und fescher Kurzhaarfrisur gab der Spanier vor Beginn des ATP-Turniers im Country Club am Montag (täglich, LIVE im TV auf SPORT1+) sogar als Barmixer eine gute Figur ab.

Gutgelaunt und mit Blick auf das Meer mischte "Rafa" im Rahmen einer Präsentation seines Werbeträgers Bacardi zur Kampagne "Verantwortungsvolles Trinken" munter Cocktails. Getreu dem Motto: Lieber fünfmal geschüttelt als einmal gerührt.

Ach ja: Besonders süß sollte das alkoholfreie Getränke sein, wenn es nach dem Geschmack des Tennisstars mit dem verschmitzten Lausbubengrinsen geht.

Vorfreude auf Sand

Nadal lacht viel in diesen Tagen und isst am Hafen von Monaco auch gerne Mal ein Eis. Die Vorfreude auf den Beginn der europäischen Sandplatzsaison ist dem 26-Jährigen deutlich anzumerken.

"Es ist der Teil des Jahres, der sehr speziell für mich ist. Und es ist der Teil, in dem ich am erfolgreichsten bin", sagte Nadal.

Das Selbstvertrauen ist zurück, seitdem er nach siebenmonatiger Pause wegen einer Knieverletzung drei von vier Turnieren (17:1 Siege) gewonnen hat - Mitte März sogar das ATP-Masters in Indian Wells auf dem ungeliebten Hartplatz.

Sehnsucht heißt Paris

Die große Sehnsucht aber heißt Paris. Bei den French Open (ab 26. Mai) will sich Rekordgewinner Nadal zum achten Mal in die Siegerlisten von Roland Garros eintragen.(DATENCENTER: Alle Ergebnisse)

Bis es soweit ist, stehen dem Weltranglistenfünften aber auch abseits des Courts aufregende Momente bevor. Nadal ist glühender Verehrer von Real Madrid. Was nicht bedeutet, dass er vor Borussia Dortmund keinen Respekt hat. Im Gegenteil.

"Sie sind wirklich gut. Ich mag, wie Dortmund spielt, sie spielen sehr schnell. Und ich mag Marco Reus", sagte Nadal vor dem Duell der beiden Klubs im Halbfinale der Champions League (24./30. April).

Begeisterung für Klopp

Der Linkshänder nannte BVB-Trainer Jürgen Klopp "einen tollen Coach." Mehrfach habe er die Dortmunder bereits gesehen. Aufgefallen seien ihm dabei neben Reus vor allen Dingen Mario Götze und Robert Lewandoski.

Einen Favoriten für das Duell hat der elfmalige Grand-Slam-Sieger nicht. Ebensowenig für das zweite Semifinale zwischen Bayern München und dem FC Barcelona.

"Jetzt gibt es keine Favoriten mehr. Die besten vier Teams sind im Halbfinale. Alles kann passieren, Kleinigkeiten können entscheiden", sagte "Rafa" und gab zu: "Aus Sicht der Spanier würden wir es natürlich gerne sehen, wenn es ein spanisches Endspiel geben würde."

Große Hoffnungen setzt Nadal dabei in das deutsche Real-Duo Mesut Özil/Sami Khedira: "Das sind beides großartige Spieler. Sie sind sehr wichtig für uns. Ich bin wirklich sehr glücklich, dass wir Mesut und Sami in unserem Team haben", erklärte die ehemalige Nummer eins der Tennis-Welt.

Nur eine Niederlage in Monte Carlo

In den nächsten Tagen wird es den Barmixer Nadal vorerst nicht geben. Pflicht und Vergnügen rufen gleichermaßen.

Auf der roten Asche des Country Clubs, wo unter anderem auch Florian Mayer und Philipp Kohlschreiber am Start sind, will der Publikumsliebling seine Monaco-Bilanz (44:1) weiter ausbauen. Dort, wo er als 16-Jähriger bei seinem Debüt die Liebe zu Monte Carlo entdeckt hatte.

Es war eine Zeit, in der Nadal auch auf einem anderen Gebiet die ein oder andere Erfahrung sammelte. Auf die Frage, ob er schonmal betrunken war, sagte der Marken-Botschafter für verantwortungsvolles Trinken.

"Natürlich war ich das. Ich bin ein normaler Junge, und jeder macht Fehler. Aber ich habe niemals die Kontrolle verloren. Manchmal überschreitet man die Grenze. Aber das Gefühl ist nicht gut."

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