Der ehemalige Top-Ten-Spieler Nicolas Kiefer will seine Karriere noch bis mindestens 2013 fortsetzen. "Hoffentlich sieht mich meine Tochter noch mal bewusst Tennis spielen. Das heißt, es sind noch mindestens drei Jahre", sagte Kiefer der "Bild am Sonntag".

Den Zeitpunkt seines Comebacks - der 33-Jährige hat wegen der Geburt seines ersten Kindes Mabelle Emilienne vor knapp einem Monat eine Babypause eingelegt - ließ Kiefer offen. Er werde "nicht kurzfristig" auf die Tour zurückkehren.

Kiefer, der zuletzt im Juni bei seiner Erstrunden-Niederlage in Wimbledon auf der großen Tennisbühne stand, will sich bei seinem Comeback notfalls auch in der Provinz durchbeißen. "Ich bin mir auch nicht zu schade, irgendwo eine Quali zu spielen. Wer nach oben will, muss unten anfangen. Siege bringen Selbstvertrauen, deshalb wäre es nicht schlecht, unten anzufangen", sagte Kiefer.

Doch momentan will er sich ganz um seine Tochter kümmern: "In den ersten Wochen will ich so viel Zeit wie möglich mit Mabelle verbringen. Roger Federer hat mir gesagt, dass es weh tut, wenn man eine Nacht nicht dabei ist, dem stimme ich zu."

Die aktuelle Situation des deutschen Tennis bezeichnete der ehemalige Davis-Cup-Spieler als "durchwachsen" und kritisierte den Nachwuchs.

"Im Tennis muss man arbeiten bis zur totalen Erschöpfung, das vermisse ich bei der Jugend. Die Jungen sind zu verwöhnt, da heißt es bei kleinen Erfolgen schon 'Mein Berater', und es werden die großen Forderungen ausgepackt", sagte Kiefer.

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